Luftfahrt-Pech

Nicht nur die Sowjets haben Pech mit ihrer modernsten Luftrüstung (die in Japan gelandete MiG 25 wird sehr gründlich untersucht); auch die Vereinigten Staaten fürchten, daß der Gegner dazugelernt hat. Aus einem Marineflieger-Stützpunkt in Virginia sind fünf wichtige elektronische Geräte verschwunden (Wert etwa 400 000 Dollar), die in den neuesten Marinejäger F-14 Tomcat eingebaut werden sollten. Die Tomcat soll als einzige amerikanische Maschine der MiG 25 ebenbürtig sein. Die fehlenden Geräte unterliegen der höchsten Geheimhaltung; eines müßte die Gegenseite besonders interessieren: ein Freund-Feind-Erkennungsgerät für große Entfernungen.

Sitten-Verfall

Ein junger Staatsanwalt war mit weißem Hemd und schwarzem Schlips im Sitzungssaal einer Karlsruher Strafkammer erschienen, um dort auf die nächste Strafsache zu warten, in der er die Anklage vertreten sollte. Der Gerichtsvorsitzende wies ihn hinaus, weil er keine Jacke trug. Auf die Dienstaufsichtsbeschwerde der Staatsanwaltschaft ob dieser Maßnahme entschied das Oberlandesgericht: "Daß ein Richter oder Staatsanwalt in einer laufenden Hauptverhandlung vor einer Strafkammer ohne Jacke erscheint, ist, soweit ersichtlich, ein bisher einmaliger Fall... Es ist von Rechts wegen geboten und zu begrüßen, daß angesichts des Sitten-Verfalls auchin deutschen Gerichtssälen ein Gerichtsvorsitzender auf die Wahrung der äußeren Form mit Strenge achtet, insbesondere gegenüber Amtspersonen, die sich vorbildlich korrekt verhalten sollten." Der Ukas datiert aus dem Hitzemonat August 1976.

Maos Hinterbliebene

Durch die Inschrift auf einer Kranzschleife erfuhr die Öffentlichkeit bei der Trauerfeier für Mao Tse-tung, wie viele seiner Familienangehörigen Kriege und Bürgerkriege überlebt haben. Neben Tschi-ang Tsching, seiner 3. Frau, die als "Schülerin und Waffenkameradin" ihren letzten Gruß entbot, sind es Mao An-tsching, ein Sohn aus erster Ehe, der in den wilden Jahren nach der Exekution seiner Mutter einen Gehirnschaden erlitt; er lebt heute zurückgezogen in einer Kommune; Li Min und Li Na, zwei Töchter, von denen zumindest eine der dritten Ehe, die andere vielleicht der zweiten Ehe entstammt; Mao Yüan-hsin, ein vom Vorsitzenden adoptierter Neffe, Sohn Mao Tse-mins, der 1943 von einem Warlord in Sinkiang hingerichtet wurde; und Mao Yüan-tschih (Wer sich hinter diesem Namen verbirgt, ist unbekannt).

In ganz Berlin