Wichtiger Termin für Bausparer!

Bis zum 30. September müssen die Anträge auf Gewährung einer Bausparprämie 1975 eingereicht sein, wenn der Bausparer die staatliche Förderung nach dem Wohnungsbauprämiengesetz in Anspruch nehmen will. Für 1975 gelten noch die höheren Prämiensätze, also 23 Prozent plus zwei Prozent für jedes Kind, das zu Beginn des Jahres 1975 das 17. Lebensjahr noch nicht vollendet hatte.

Hochbahn-Aktien behalten

Der Hamburger Senat hat ein Abfindungsangebot an die freien Aktionäre der Hamburger Hochbahn AG (etwa 12 Prozent des 141 Millionen Mark betragenden Aktienkapitals) angekündigt. Daraufhin stieg der Kurs der Hochbahn-Aktien von 81 auf 111 Mark je 100 Mark-Aktie. Wie hoch der Abfindungskurs bzw. die vom Gesetz vorgeschriebene jährliche Ausgleichszahlung sein werden, soll ein Gutachten ermitteln. Bisher kamen die freien Hochbahn-Aktionäre in den Genuß einer fünfprozentigen Dividendengarantie. In Börsenkreisen ist man gespannt darauf, welche Maßstäbe die Gutachter bei der Bewertung der Hochbahn anlegen werden, die ironisch defizitär ist, weil der Senat aus sozialen Gründen keine kostendeckenden Fahrpreise konzediert. Eine Abfindung unter 100 Prozent dürfte kaum in Frage kommen. Bei "Auflösung" der Gesellschaft wären nach dem Konzessionsvertrag sogar 150 Prozent zu zahlen. Aber die Abfindung ist juristisch keine Auflösung.

Verdienen an der Veba

Die Bayerische Vermögensverwaltungs-Gesellschaft mbH, München, eine Tochter der Bayerischen Vereinsbank, hat als Neuemission den "City-Anlagefonds" zur Zeichnung aufgelegt. Über diesen Fonds werden zwei Immobilienobjekte finanziert, die langfristig an Beteiligungsunternehmen der Veba fest vermietet sind. Der Zeichner erhält über eine Beteiligung am Fonds jährliche Verlustzuweisungen von insgesamt 100 Prozent (davon etwa die Hälfte in 1976), die bei ihm je nach persönlichem Steuersatz zu einer "Steuerersparnis" führten. Die Barrendite errechnet sich aus der durch die Mietverträge abgesicherten jährlichen Ausschüttung im Verhältnis zum tatsächlichen Kapitaleinsatz. Bei einer Steuerbelastung von 50 Prozent macht sie etwa 8,2 Prozent nach Steuern aus. Eine Besonderheit stellt das den persönlich haftenden Gesellschaftern zum 31. 12. 1987 eingeräumte Optionsrecht für den Erwerb sämtlicher KG-Anteile dar, das auch an Dritte abgetreten werden kann. Das Abfindungsguthaben beträgt mindestens 60 Prozent und höchstens 80 Prozent der nominalen Kommanditeinlage. Die Differenz zwischen dem tatsächlich eingesetzten Kapital (nach 100 Prozent Verlustzuweisung) und dem Abfindungsguthaben ist nach gegenwärtiger Steuergesetzgebung steuerfrei, sofern die Beteiligung mindestens zwei Jahre vor der Veräußerung im Privatvermögen gehalten wird.

Sparbrief mit 25 Jahren Zinsgarantie

1977 werden etwa 25 bis 30 Milliarden Mark aus vermögenswirksamen Sparplänen frei. Um möglichst viel von diesem Geld einzufangen, bietet die zur gewerkschaftseigenen Bank für Gemeinwirtschaft gehörende "Bank für Sparanlagen und Vermögensbildung AG" einen neuartigen Rentensparbrief an. Der Kunde, der zum Beispiel eine Rentenzahlung wünscht, kann unter vier variablen Größen wählen, nämlich dem Anlagebetrag, der Wartezeit, der Rentenzeit und der Rentenhöhe. Von diesen Faktoren kann er drei selbst bestimmen, den vierten ermittelt dann der Computer. Die erste Tranche für die am 1. Januar 1977 freiwerdenden Sparverträge ist mit einem Zinssatz von sieben Prozent ausgestattet, der für die höchstmögliche Laufzeit von 25 Jahren gilt. Daneben wird ein einmaliger Treuebonus von zwei Prozent gewährt.