Aufmuckender Matanzima

Hat sich der südafrikanische Premier mit der Transkei ein Kuckucksei ins Nest gelegt? Eine Woche nach der sogenannten Unabhängigkeit dieses ersten schwarzen Homelands in Südafrika, als Prüfstein für die Apartheidspolitik Pretorias gedacht, entpuppt sich der unmündige Zwergstaat als doch nicht so willfährig, wie seine Erfinder es sich dachten. Statt gefügig Modell zu stehen für einen Plan, der 70 Prozent der Bevölkerung Südafrikas – nämlich die Schwarzen – in mehrere unterentwickelte, zerstückelte Gebiete abzuschieben, die nur 17 Prozent des Landes ausmachen, gibt sich die Transkei aufmüpfig. Der neue Premierminister Matanzima kündigte an, er werde sein Land den verbotenen Freiheitsbewegungen wie dem African National Congress zur Verfügung stellen, sei bereit, jedwede Hilfe, auch die Moskaus und Pekings, zu akzeptieren, und – ein besonderer Schlag ins Gesicht der Apartheidspolitiker – werde das südafrikanische Immoralitätsgesetz und das Verbot gemischtrassiger Heiraten aufheben.

Makabre Erleichterung

Die Zuwachsrate der Weltbevölkerung ist in den vergangenen fünf Jahren drastisch gesunken, wie das Worldwatch Institute in Washington mitteilt. Zum Teil geht diese Entwicklung auf das Konto staatlicher Familienplanung – die Volksrepublik China verzeichnete 1970 eine Geburtenrate von 32 auf 1000; fünf Jahre später nur 19 auf 1000. Den größeren Effekt übte aber die Zunahme der Sterbequote aus – Unterernährung, Seuchen und, wie in Bangla Desh, Hungersnöte: Allein in diesem Land und in Indien kam es von 1970 bis 1975 zu – so das Institut – "wenigstens zwei Millionen zusätzlichen und vermeidbaren Sterbefällen".

Lindbergh und kein Ende

Die Debatte, ob der 1936 hingerichtete Bruno Hauptmann wirklich 1932 das Lindbergh-Baby entführt und trotz einer Lösegeldzahlung ermordet habe, hat neue Nahrung bekommen. Ein Reporter der New York Post behauptete in einem Buch jetzt, daß Unterlagen der Polizei und der Staatsanwaltschaft – an die er nur mit Mühe herankam – die Verteidigung Hauptmanns bestätigen, er habe 1934 zufällig einen Teil des Lösegeldes gefunden und ausgegeben, ohne die Herkunft der Scheine zu kennen. Die Staatspolizei in New Jersey hegt ebenfalls Zweifel: "Hauptmann war kein Einzelgänger – und es fehlt immer noch ein großer Teil des Lösegeldes."

Wie denn nun?