Aus der Pressekonferenz bei der 20-Jahr-Feier der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg-Blankenese:

Wagemann: Für mich ist subjektiv der Eindruck entstanden, daß hier andere Gründe maßgebend gewesen sind.

Leber Dann müssen Sie sie auch nennen, Herr General, wenn Sie schon einsteigen – alle! Sonst nenne ich sie nämlich – wenn Sie welche haben.

Wagemann: Sie sind in den Blättern immer wieder erwähnt worden: daß ich nicht fähig wäre, den Ansprüchen an die Kooperation, die im Konsilium und in der, Akademie an mich überhaupt gestellt würden, zu genügen. Es hat auch andere Gründe gegegeben, die mit meinem Gesundheitszustand zusammenhängen. Die Gründe haben gewechselt. Ich kann sie jetzt nicht alle aufzählen, aber daß von vornherein hier Kritik geübt wurde an meiner Art und Weise, wie ich Ihre Befehle ausgeführt habe Und die des Generalinspekteurs, das ist ein mich beherrschender Eindruck, und ich habe keine Veranlassung, das zu leugnen, wenn ich danach gefragt werde.

Leber: Habe ich Ihnen, das muß. ich Sie ja fragen – ich werde keine Erklärung’hierzu abgeben – habe ich Ihnen persönlich gegenüber irgendwelche Erklärungen abgegeben?

Wagemann: Nein, Herr Minister, das haben Sie nicht, aber ich bin in der Öffentlichkeit dafür angegriffen worden, daß ich als Kommandeur der Akademie mich an Befehle gehalten habe, die meine Vorgesetzten mir gegeben haben: zum Beispiel, die Diskussion über die neue Geschäftsordnung des Konsiliums auszusetzen. Und ich bin anschließend in der Diskussion in der Öffentlichkeit um diesen Befehl allein gelassen worden und nicht von meinen Vorgesetzten unterstützt worden.

Leber: Gut–das trifft mich nicht–, ich bin nicht Ihr direkter Vorgesetzter.