Trotz Stahlkrise erwartet der Vorstand der August Thyssen-Hütte AG für das Geschäftsjahr 1976/77 ein "noch ausreichendes" Ergebnis.

Eine Kürzung der Dividende, die für 1975/76 auf sieben Mark festgehalten wurde, ist allerdings nicht auszuschließen. Die Vorteile aus der Körperschaftsteuerreform will der Vorstand jedoch voll den Aktionären zugute kommen lassen. Wenn der Thyssen-Konzern vergleichsweise gut dasteht, so liegt das an der in den vergangenen Jahren auf Diversifizierung angelegten Unternehmenspolitik. Vorstandsvorsitzender Spethmann räumte ein, daß auch Thyssen im Stahl mit roten Zahlen gearbeitet hat, die übrigen Bereiche brachten steigende Gewinne.

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Die Rheinische Hypothekenbank, Frankfurt/Köln/Mannheim, deren Aktien zu 92,09 Prozent bei der Commerzbank liegen, schüttet für 1976 nur 27 Prozent des Jahresüberschusses aus.

Die Dividende von unverändert neun Mark erfordert einen Betrag von 9,3 Millionen, 22,5 Millionen Mark wandern in die offenen Rücklagen. Ein Indiz für die vorsichtige Geschäftspolitik des Instituts sind die Zinsrückstände von nur 2,2 Millionen Mark. Sie machen 0,41 Prozent des gesamten Zinssolls aus. Ihren Marktanteil am Gesamtbrutto-Erstabsatz aller privaten Hypothekenbanken hat die "Rheinische" 1976 von 8,19 auf 8,49 Prozent steigern können.

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Bei der Degussa geht es auch für den Aktionär wieder aufwärts. Für das Geschäftsjahr 1975/76 erhält er eine von 7,50 auf 9 Mark erhöhte Dividende.