Leben auf der Erde hat – so vermutet der bekannte Astronom Sir Frederick Hoyle – seinen Ursprung im kosmischen Staub, also weit außerhalb unseres Planeten. Sir Frederick gelangte zu dieser Annahme bei Vergleichen der chemischen Zusammensetzungen von Meteoriten und von kosmischem Staub. Aus welchen Elementen diese interstellare Masse besteht, haben Radioastronomen, und insbesondere Hoyles Arbeitsgruppe, in den letzten zehn Jahren immer genauer ermittelt. Jetzt besteht sogar dringender Verdacht, daß sich in den Staubwolken zwischen den Sternen Chemikalien befinden, die zu den kompliziertesten organischen Substanzen gehören. Zum Vergleich wurde ein Chondrit untersucht, ein Meteorit, der sich vor mehr als vier Milliarden Jahren gebildet hat und glasartige Kügelchen enthält, von denen man annimmt, daß sie "Körner" des interstellaren Staubs sind. Das ultraviolette Lichtspektrum dieser in einer organischen Flüssigkeit gelösten Kügelchen stimmte mit dem im Kosmosstaub gefundenen Spektrum überein. ‚Sir Fredericks Spekulation: Solche steinernen Boten können den Keim allen Lebens auf die Erde gebracht haben.

Für ein Forschungsinstitut in Nijmwegen (Holland) hat das Massachusetts Institute of Technology in Cambridge (USA) den bisher stärksten Magneten konstruiert. Er lieferte eine Feldstärke von 254 000 Gauß, verbrauchte dafür aber nur viereinhalb Megawatt elektrischer Leistung, weil er zum Teil aus einer supraleitenden Konstruktion besteht – andernfalls wären 12 bis 13 Megawatt erforderlich gewesen. Magneten dieser 500 000fachen Stärke des Erdmagnetfeldes werden für die Entwicklung von Fusionsgeneratoren gebraucht, sie dienen auch der Erforschung von Halbleitermaterialien und der – im Idealfall verlustfreien – Supraleitung elektrischen Stroms.

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Wer in großen Höhenlagen wohnt, ist in geringerem Maße vom Herzinfarkt bedroht als jemand, der sein Leben nicht allzu hoch über Normalnull (Höhe des Meeresspiegels) verbringt; das aber gilt nur für Männer. So etwa könnte eine etwas gewagte Folgerung aus einer epidemiologischen Studie lauten, die drei Forschergruppen in Neumexiko ausgeführt haben. Die Infarkt-Todesrate bei Männern, die dort oberhalb 2000 Meter leben, ist um 28 Prozent niedriger als die von Männern, die in 1000 bis 1300 Meter Höhe leben. Die Wissenschaftler vermuten, daß die Bewegung in der dünneren Luft dem Körper mehr Arbeit abverlangt und daß dies eine Verringerung des Blutdrucks und ein besseres Herztraining zur Folge hat.

Nachdem weder auf dem Mond noch auf dem Mars Leben entdeckt wurde (was natürlich nicht bedeutet, daß es auf dem Mars kein Leben gibt), vermuten nun zwei amerikanische Planetenforscher Leben in der Atmosphäre des größten Planeten Jupiter. Die Optimisten, Carl Sagan und E. E. Salpeter von der Cornell-Universität, vergleichen die dichte Jupiter-Atmosphäre mit einem belebten See auf der Erde: In den obersten Schichten leben lichthungrige Planktonalgen, sie stellen die Nahrung für Fische dar, und diese wieder sind die Jagdbeute von Raubfischen, die in größerer Tiefe leben. Die Jupiter-Äquivalente nennt Sagan entsprechend Sinkende, Treibende und Jäger. Sagan und Salpeter stellen sich luftballonartige Lebewesen vor, die sich durch Ausstoß von Heliumgas bewegen und für die wechselnden Färbungen in der Jupiter-Atmosphäre verantwortlich seien. Die Jäger könnten Durchmesser von mehreren Kilometern erreichen und wären dann im Auflösungsbereich von Sondenkameras. Eine Jupitersonde, die in die Atmosphäre eindringt, ist für 1982 geplant.