Staatssekretär Otto Schlecht aus dem Bundeswirtschaftsministerium und Aufsichtsratsmitglied des Volkswagenwerkes, das die Autopreise soeben um 3,9 Prozent erhöhte, dementierte Meldungen, wonach VW-Chef Toni Schmücker die VW-Preise ursprünglich sogar um fünf Prozent erhöhen wollte. Das Schlecht-Dementi ist ebenso richtig wie falsch.

Bevor Bundeskartellamtspräsident Wolfgang Kartte die drei Hauptproduzenten von Mittelklassewagen VW, Ford und Opel (Marktanteil zusammen etwa 70 Prozent) Anfang März davor warnte, bei Preiserhöhungen allzu kräftig zuzulangen, hatten die VW-Bosse statt der von Schlecht dementierten fünf Prozent sogar 5,9 Prozent angepeilt.

Daß die dann beschlossene Preiserhöhung zwei Prozent niedriger ausfiel, hat daher sicher nichts mit einem Handeln "nach bestem Wissen und Gewissen" zu tun, wie Schlecht lobend herausstellte. Es ist weit eher auf den Berliner Wink mit dem Zaunpfahl zurückzuführen. Das Kartellamt hatte nämlich zu verstehen gegeben, man werde Preiserhöhungen, die mit Kostensteigerungen begründet würden, streng unter die Lupe nehmen.

Noch befindet man sich in der Testphase, doch die Erfolgsaussichten sind gut. Die Offenbacher Lederwarenfabrik Gold-Pfeil bietet nun auch zu ihren Taschen, Koffern, Gürteln und Schuhen passende Textilien: Kostüme, Blusen, Schals für die Damen, Hemden, Wolljacken, T-Shirts für die Herren.

Das Offenbacher Familienunternehmen, das seine Lederprodukte in 16 eigenen Läden und rund 700 Lederfachgeschäften anbietet, möchte, so. Firmensprecher Bieler, "auch modisch passende textile Accessoires" offerieren. Grund: Immer mehr Textilgeschäfte führen entsprechende Leder-Accessoires. So vertreibt beispielsweise der Münchner Lederwarenhersteller Aigner seine Ware über Bekleidungsgeschäfte.

"Die Zielgruppe", sagt Hermann Feldgen, Sprecher der BAT Cigarettenfabriken, "hat die neue Marke angenommen." Die neue BAT-Zigarette Life, seit nunmehr sechs Wochen im Testmarkt in Norddeutschland, fällt auch etwas aus dem Rahmen des Üblichen. Die Packung ist mit Jeansstoff beklebt. Die Werbung (Agentur: Heyne & Partner) mit englischen Slogans (Life is great, life is fun) ist auf die Jeans-Generation ("von 20 bis 40 Jahre") zugeschnitten.

Freilich, mit der Packung wie mit der Werbung bekamen die Hamburger Zigarettenmanager zunächst Ärger mit der Konkurrenz. So war einem Mitbewerber der Packungs-Aufdruck "Hergestellt in Deutschland" nicht deutlich genug. Und ein anderer Konkurrent monierte, der in Handschrift geschriebene Slogan auf der Werbung sei zu kindlich und verstoße damit gegen das Werbeverbot (Ansprache von Jugendlichen). Das wurde inzwischen abgeändert. Über das weitere Schicksal der Marke entscheiden nun die Raucher – die Testphase dauert branchenüblich drei bis vier Monate.