Um eine diesbezügliche Stellungnahme gebeten, würde ich zunächst einmal anmerken wollen, daß zümindestens die anstehenden Fragen auf die elementaren Bedürfnisse der letztendlich Angesprochenen hin abgeklopft werden sollten.

Was die Aufgabenstellung im eigentlichen betrifft, die Kriterien, die sich hier in den Vordergrund drängen, so ist das Phänomen, wie immer bei so zukunftsorientierten Problemen, globalen Erscheinungen also, frontal anzugehen.

Ein Hauptanliegen wird darin erachtet werden müssen, daß vorerst die Marschroute in voller Klarheit aufgezeigt und im weiteren, auf der Ebene sinnvoller Teilbereiche, einer maximalen Lösung entgegengeführt wird. Meines Erachtens nach – und dabei weiß ich mich in Übereinstimmung mit allen Verantwortlichen – kann die angesprochene Materie nicht auf lange Sicht festgeschrieben werden, insbesondere nicht in Betracht jener zahlenmäßig starken Gruppierung von Müttern mit Kindern.

Lassen Sie es mich unzweideutig in Deutsch sagen: Anläßlich der letztjährigen Diskussion vergleichbarer Bedeutsamkeit kann man davon ausgehen, daß die Dinge nicht weiterhin lediglich an ihrem äußeren Aussehen gemessen werden können. Dem eigentlichen, dem essentiellen Sinngehalt wird auf diese Weise eine zu geringe Relevanz eingeräumt.

Unabdingbar ist eine wachsende Überschaubarkeit, und das in weit größerem Maßstab, als das in 1976 praktiziert wurde. Ungleich gewichtiger ist doch die Lage an sich – einmal gesondert betrachtet. Wir dürfen auf weite Zeiträume hinaus nicht das Augenmaß für die angemessenen Größenordnungen in diesem Teilbereich außer acht lassen. Wir müssen für die vor uns liegende Zukunft allgemein verbindliche Wegmarken setzen. Unter dem speziellen Gesichtspunkt einer letztlich allmenschlichen Verpflichtung können wir es nicht beim bislang Üblichen sein Bewenden sein lassen. Wir kamen unweigerlich an die Grenzziehung eines unbeweglichen Stagnierens ohne jegliche Perspektive.

Wie anders denn sollte das morgige Jahrzehnt befähigt werden, sich den Anforderungen der anstehenden Zwänge zu stellen? Die ganz konkrete Situation, wie sie sich uns darstellt, bietet alternative Lösungen kaum an.

Bestehen bleibt also die faktische Tatsache, daß, wer bei der Beurteilung des zur Zeit Anliegenden die Problematik verkennt, wissen sollte, daß er sich in den vor uns liegenden Jahrzehnten, wenn nicht auf noch längere Sicht, der herben Kritik kommender Generationen zu stellen bereit sein muß.

Das jedenfalls würde ich als meine ganz persönliche Meinung anmerken wollen. Darüber hinaus jetzt bereits heute Prognosen zu wagen, möchte ich denn doch für relativ verfrüht halten. Stellen wir uns vorerst mit allem Nachdruck den Forderungen des Tages. Ruth Hermann