Aus Mangel an geeigneten Grundstücken im innerstädtischen Bereich haben sich die Bürger immer mehr an den Rändern der Städte und Gemeinden angesiedelt. Dies hat zu einer Verödung der Zentren mit den bekannten negativen Folgen geführt. Um dieser unerwünschten Entwicklung entgegenzuwirken, verabschiedete die Bundesregierung ein Bündel von Maßnahmen für die Modernisierung von Häusern und Wohnungen:

  • Für jeden Kauf eines Eigenheimes, eines Zweifamilienhauses oder einer Eigentumswohnung wird rückwirkend vom 1. Januar 1977 an die erhöhte Absetzung nach Paragraph 7 b Einkommensteuergesetz von jährlich fünf Prozent auf den Anschaffungspreis (von maximal 150 000 Mark und 200 000 Mark für Zweifamilienhäuser, ohne Grundstücksanteil) über acht Jahre gewährt. Der Steuervorteil, der je nach Steuersatz pro Monat zwischen 135 und 470 Mark liegt, ist nicht vom Alter des Objektes abhängig. Die 7 b-Abschreibung, die jedem Bürger einmal zusteht, kann erstmals innerhalb der acht Jahre auf verschiedene Objekte verteilt werden. Um Manipulationen zu verhindern, sind Tauschgeschäfte und Anschaffungen zwischen zusammenlebenden Ehegatten jedoch nicht begünstigt.
  • Der Erwerb eines Eigenheimes, eines Zweifamilienhauses oder einer Eigentumswohnung wird ohne Rücksicht auf das Alter des Gebäudes und die Größe der Wohnfläche von der siebenprozentigen Grunderwerbsteuer befreit, allerdings nur bis zu einer Höhe der Erwerbskosten von 250 000 Mark und von 300 000 Mark für Zweifamilienhäuser. Darüber hinausgehende Anschaffungskosten unterliegen der Grunderwerbsteuer. Als Voraussetzung für die Befreiung muß das Objekt zu mehr als zwei Dritteln Wohnzwecken dienen und vom Erwerber oder einem seiner Angehörigen binnen fünf Jahren mindestens ein Jahr lang ununterbrochen bewohnt werden.
  • Neben den normalen Abschreibungen können die Kosten für bestimmte Modernisierungsmaßnahmen nach dem bis 1980 verlängerten Paragraphen 82 a Einkommensteuerdurchführungsverordnung innerhalb von zehn Jahren mit jährlich bis zu zehn Prozent der betreffenden Herstellungs- oder Anschaffungskosten erhöht abgeschrieben werden. Diese Vergünstigung steht auch Eigentümern eigengenutzter Familienheime und Eigentumswohnungen zu.
  • Erwerber von Familienheimen und Wohnungen, deren Einkommen bestimmte Obergrenzen nicht überschreiten (für einen Vierpersonenhaushalt rund 3000 Mark im Monat), und deren Wohnflächen über bestimmte Maße nicht hinausgehen (144 qm für Eigentumswohnungen und 156 qm für Familienheime), können Finanzhilfe in Form von laufenden Zuschüssen (auf die Dauer von neun Jahren) zu Verbilligung von Darlehen beantragen, wenn mit ihnen modernisiert werden soll. Sie sind jährlich mit einem Prozent zu verzinsen und mit 5,5 Prozent zu tilgen. Überschreiten die Kosten 6000 Mark (plus 100 Mark pro qm-Wohnfläche), werden auch Darlehen gewährt. Je Wohnung kann eine Modernisierung bis zu 25 000 Mark gefördert werden.