• Die Kommission der Europäischen Gemeinschaften in Brüssel hat Nippon Steel Anfang dieses Jahres mit einem Anti-Dumping-Zoll von zwanzig Propent bestraft. Bieten Sie Ihre Produkte zu unfairen Preisen bei uns an?

Abe: Was ist ein unfairer Preis? Spanien, Südafrika und Australien bieten ihre Stahlerzeugnisse bereits zu weit niedrigeren Preisen an als wir, weit unterhalb ihrer Produktionskosten.

  • Der Anti-Dumping-Zoll richtet sich gegen japanische Erzeugnisse, die innerhalb der Europäischen Gemeinschaft verkauft werden. Sie sind billiger. Warum?

Abe: Das hat zwei Gründe. Zum einen liegt das an den günstigeren Produktionskosten in Japan durch weitgehende Rationalisierung. Zum zweiten liegen zwischen dem Zeitpunkt der Auftragserteilung in Japan und der Ablieferung in europäischen Häfen zwei bis drei Monate. Wenn in dieser Zeit die Stahlpreise in Europa anziehen – und das war in der Vergangenheit häufig der Fall – dann sind wir zwangsweise billiger.

  • Die Brüsseler Kommission gibt sich mit dieser Erklärung nicht zufrieden.

Abe: Es gibt da ein weiteres Problem. Die sechs großen japanischen Stahlproduzenten haben sich verpflichtet, ihre Stahlexporte in die Europäische Gemeinschaft 1977 auf maximal 1,2 Millionen Tonnen zu begrenzen. Die Brüsseler Kommission behauptet nun, daß japanischer Stahl auch über Staaten, die nicht der EG angehören, wie beispielsweise Schweden und die Schweiz, in die Länder der Wirtschaftsgemeinschaft hineinkomme.

  • Wie groß sind diese Mengen?