Das Wasserkraftwerk Cabora Bassa in Mocambique, mit dessen Bau noch unter portugiesischer Kolonialherrschaft begonnen wurde, hat seinen kommerziellen Betrieb aufgenommen.

In völliger Verkennung wirtschaftlicher Fakten war die politische Linke in der Bundesrepublik gegen die Beteiligung deutscher Firmen an diesem Bauwerk Sturm gelaufen. Auf den Hauptversammlungen von AEG und Siemens kam es seinerzeit zu turbulenten Szenen. An der ersten Stufe von Cabora Bassa waren von deutscher Seite Siemens, AEG-Telefunken, BBC, Hoch tief und Voith beteiligt. Es laufen jetzt drei Generatoren mit je 408 MW Leistung. Der Strom wird von der Volksrepublik Moçambique an Südafrika verkauft und bildet für den jungen Staat eine wichtige Einnahmequelle.

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Mit zehn Millionen Mark ist der Gewinn bei Conti-Gummi in Hannover für das Geschäftsjahr 1976 zwar etwas besser als erwartet, dennoch hat der Kurs der Conti-Aktie einen neuen Tiefpunkt erreicht.

Sie gehört zu den sogenannten "Null"-Papieren, bei denen die Wiederaufnahme der Dividendenzahlungen in weiter Ferne liegt. Nach Tilgung des Bilanzverlustes um zehn Millionen dürfte er noch rund 81 Millionen betragen. Die Gesellschaft hat 1976 das sich selbst gesteckte Umsatzziel nicht erreicht. Der Umsatz nahm statt der vorgegebenen acht nur um fünf Prozent auf 1,4 Milliarden Mark zu.

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Bei der Bayerischen Hypotheken- und Wechsel-Bank in München standen 1976 Bilanzbereinigung und Risikovorsorge im Vordergrund.