4,6 oder 4,8 Prozent, das sind unter den heutigen Umständen recht stolze Sätze. Von den "klassischen" fünf Prozent sind die Geschäftsbanken ohnehin längst abgekommen. Bei der Commerzbank war die Eigenkapitalquote zum Jahresende auf 4,2 Prozent angelangt. Dieser Satz allein sei noch kein Grund für eine Kapitalerhöhung, meinte Robert Dhom. Auch bei der Commerzbank soll das neu zu schaffende genehmigte Kapital vorerst nicht ausgenutzt werden. Bei der Dresdner Bank gibt es ebenfalls keine aktuellen Kapitalerhöhungspläne. Hier machte die Eigenkapitalquote zum Jahresende 4,4 Prozent aus.

Durch die Kapitalerhöhungen zu mehr oder weniger hohen Ausgabekursen sowie durch die ständigen Zuführungen von Gewinnanteilen in die Rücklagen sind die Anteile der dividendenberechtigten Aktienkapitalien am gesamten Eigenkapital ständig zurückgegangen. Auf das Aktienkapital von 900 Millionen bezogen, schüttet die Deutsche Bank zwar die ansehnliche Dividende von 20 Prozent aus. Rechnet man aber die offenen Rücklagen von 2,2 Milliarden Mark hinzu, dann sinkt die Eigenkapitalverzinsung auf bescheidene 5,8 Prozent. Die Dresdner Bank schüttet auf 790 Millionen Aktienkapital ebenfalls 20 Prozent aus. Das sichtbare Eigenkapital bringt indessen nur eine Rendite von 6,6 Prozent. Bei der Commerzbank gibt es auf 644 Millionen Aktienkapital 18 Prozent, auf das gesamte Eigenkapital bedeuten die zur Ausschüttung zur Verfügung stehenden 109 Millionen aber nur 6,1 Prozent.

Mit dieser Rechnung läßt sich der Kritik an hohen Bankdividenden leicht begegnen.

Ihr Securius