Der Mensch – eine Nummer. Diese Vision im Stile von George Orwell’s Buch "1984" ist im Zeitalter der Computer in vielen Bereichen längst eine Realität – und nicht so schrecklich, wie Kulturkritiker uns weismachen wollten und wollen. Denn ohne den Einsatz von Datenverarbeitung, sei es bei Versicherungen, Versandhäusern oder öffentlichen Einrichtungen, würden die Verwaltungsarbeiten kaum zu bewältigen sein.

Dennoch: Ein großes Unbehagen über die Computer ist nicht zu leugnen. Zu oft müssen sie als Entschuldigung für Fehler, Faulheit oder auch Willkür herhalten. Nicht ein Angestellter oder Beamter hat einen Fehler gemacht, nein, es war der "Herr Computer". Hinter ihm kann man sich nur allzugut verstecken. Der Bürger findet keinen zuständigen Gesprächspartner mehr.

Doch wer sich mit der Entschuldigung abspeisen läßt, der Computer sei schuld, der ist selbst schuld an weiterem Ärger. Schließlich werden die Daten für die Computer immer noch von einem Menschen eingegeben – und der muß schließlich zu finden sein. Ky