Optionsanleihe der Deutschen Bank

Zur Refinanzierung ihrer Dollar-Engagements will die Deutsche Bank über ihre Luxemburger Tochter eine Optionsanleihe im Betrag von 125 Millionen Dollar auflegen. Ihr Zinssatz ist noch nicht festgelegt, dürfte aber aus heutiger Sicht 4 1/2 Prozent betragen. Als Laufzeit sind längstens zehn Jahre vorgesehen. Die Aktionäre der Deutschen Bank erhalten darauf kein Bezugsrecht In erster Linie ist die Emission für ausländische Investoren gedacht. Die Anleihe wird mit einem Optionsschein ausgestattet, der zum Erwerb von neun Aktien der Deutschen Bank im Nennwert von 50 Mark berechtigt. Der Dollar-Optionspreis für diese Aktien wird kurz vor dem offiziellen Verkauf der Anleihe festgesetzt und orientiert sich an dem dann geltenden Börsenpreis der Deutschen Bank-Aktie. Er gilt für die gesamte Laufzeit der Anleihe. Damit bekommt der Besitzer des Optionsscheins die Möglichkeit eingeräumt, Deutsche Bank-Aktien zum heutigen Kurs auch noch in zehn Jahren erwerben zu können, möglicherweise dann mit einem gegenüber der Mark verbilligten Dollar. Die Emission wird an der Börse drei Notizen bekommen. Eine bezieht sich auf die Anleihe einschließlich Optionsschein, eine weitere ausschließlich auf die Anleihe (also ohne Optionsschein) und die dritte nur auf den Optionsschein.

Eine Rente vom Sparkonto

Ein Auszahlungskonto besonderer Art bietet das Frankfurter Bankhaus Georg Hauck & Sohn an. Es soll einen gleichmäßigen "Verbrauch" von Sparkapital sicherstellen. Zu diesem Zweck legt das Bankhaus das vom Anleger bereitgestellte Sparkapital in mündelsicheren festverzinslichen Papieren an. Die eingehenden Zinserträge schreibt die Bank ebenso wie den Erlös aus fällig gewordenen oder verkauften Wertpapieren einem internen Verrechnungskonto gut, wobei dieses Guthaben nach dem jeweiligen Spareckzins verzinst wird. Auszahlungsbeträge und Auszahlungszeiträume können individuell vereinbart werden. Nach einer Hauck-Rechnung beträgt die monatliche Auszahlung 545 Mark bei einem Anlagebetrag von 30 000 Mark innerhalb einer fünfjährigen Auszahlungszeit

Die neue Zinsstaffel der Schatzbriefe

Im Zuge der allgemeinen Zinssenkung sind auch die Zinsen für die Bundesschatzbriefe verringert worden. Die Rendite des Typ A mit sechsjähriger Laufzeit bei jährlicher Zinszahlung verringert sich von 6,71 auf 6,25 Prozent, für den Typ B (sieben Jahre Laufzeit bei Zinsansammlung) von 7,06 auf 6,60 Prozent. Der neue Schatzbrief (erste Rückgabemöglichkeit am 1. Mai 1978) hat im ersten Jahr eine Verzinsung von 4,25, im zweiten von 5,75, im dritten von 6,25, im vierten von 6,75, im fünften von 7,25 und im sechsten von 8 Prozent Der Zinssatz im siebten Jahr für den Typ B bleibt bei 8 Prozent. Die sogenannten unverzinslichen Schatzanweisungen bringen folgende Renditen: Sechsmonatige Papiere 3,98 Prozent bei einjähriger Laufzeit 4,44 Prozent, bei 18 Monaten Laufzeit 4,92 Prozent, zweijährige Papiere 5,41 Prozent.