Ein Traumjob, möchte mancher meinen, der das hört: Da leben Studenten, Pensionäre und andere einen Sommer lang wie Annodazumal, genauer, wie zur Zeit der Pioniere in Kanada und werden dafür auch noch bezahlt. Können wieder Brot mit den Händen kneten, Einbäume mit der Axt zimmern, Butter aus Milch kirnen, in Kutschen fahren und Krinolinen oder Cowboy-Kleidung tragen. Doch die sich auf dieses Theater eingelassen haben, sind weit entfernt von einer Idylle. Sie sind Statisten im größten "lebenden" Freilichtmuseum der Welt, dem Upper Canada Village, das jetzt nach der Schneeschmelze wieder seine Pforten für die Besucher öffnet Solange es hell ist, können die Leute dort ganz "realistisch" erleben, wie die Menschen vor etwa 180 Jahren in ihrer "Neuen Welt" gelebt haben. 35 historische Gebäude aus acht Orten am St.-Lorenz-Strom dienen als Kulisse. Das Dorf ist täglich geöffnet bis zum Einbruch der Dunkelheit – so daß zumindest das Nachtleben der Dorfbewohner den Touristen verborgen bleibt. Auskünfte: Landesregierung Ontario, Amt für Fremdenverkehr, Bockenheimer Landstraße 51-53, 6000 Frankfurt. Stichwort: Museumsdorf Upper Canada Village.