Der Münchner Bauunternehmer Josef Schörghuber ist einem seiner Grundprinzipien untreu geworden. Partner für seine Flugchartergesellschaft Bavaria Germanair suchte er zwar schon seit langem. Im Gespräch waren die Bayerische Landesbank Girozentrale, die Lufthansa-Chartertochter Condor und Hapag Lloyd. Doch die qualifizierte Mehrheit hatte er behalten wollen.

Nun aber hat er alles abgegeben – an die Hapag Lloyd Fluggesellschaft, die damit auf einen Schlag zum zweitstärksten Anbieter auf dem Flugchartermarkt wird. Allein hatte sie zwölf Prozent Marktanteil, nun hat sie dreißig; -Marktführer Condor herrscht über 36 Prozent.

Hapag Lloyd hat nach dem Prinzip Hoffnung gekauft. Diese Hoffnung hatte Schörghuber vor einigen Wochen formuliert: Die Bavaria Germanair werde 1979 "nachhaltig Gewinn" machen.

Je häufiger die Fußballprofis des FC Bayern München ohne Punkte und damit ohne Prämien bleiben, um so intensiver bemühen sich einige von ihnen, ihre noch guten Namen in klingende Münze umzusetzen.

Von Europas Fußballer des Jahres, Franz Beckenbauer, erzählt ein selbsternannter Freund, er sei in Wirklichkeit längst entschlossen, die Millionen-Transaktion mit dem New Yorker Altstar-Club "Cosmos" für Ende 1977 perfekt zu machen. Besonders freue sich darauf Bayern- und Beckenbauer-Manager Robert Schwan, daß er da noch einmal – zum letzten Male – mitkassieren könne.

Weniger spektakulär, aber auch wesentlich weniger einträglich engagiert sich Gerd Müller. Der "Bomber der Nation" gründete mit dem Spielwarenhändler Karl-Heinz Richter die Spiel-Sport Gerd Müller GmbH, die in 29 Spielwaren-Richter-Häusern "Gerd Müller Sport Shops" eröffnen wird. Ähnliches hat der Ex-Nationalspieler, wie die Sportartikel-Zeitung schrieb, auch mit einer Schuhgeschäft-Kette vor.

Ausgerechnet das Bundesunternehmen Salzgitter habe mit Preisunterbietungen der Berliner Firma Berlin Consult den 250-Millionen-Auftrag zum Bau des Moskauer Flughafen abgejagt, so jammerten berlintreu Handelsblatt ("Berlin-Hilfe: So nicht") und Welt. Salzgitter-Chef Hans Birnbaum sieht es anders. All das sei "absolut unrichtig". Vielmehr habe die zur Hälfte der Stadt gehörende Berlin Consult nach dem Erhalt des Auftrages Nachforderungen erhoben – und so sei sein Unternehmen wieder angesprochen und folglich auch aktiv geworden.