Postscheck in den Ostblock

An Empfänger in Bulgarien, Polen, Rumänien, der Tschechoslowakei und in Ungarn können deutsche Postscheck-Kunden jetzt Zahlungen in unbegrenzter Höhe leisten. Sie werden über eine ausländische Korrespondenzbank in Dollar abgewickelt und durch einen Scheck der Außenhandelsbank des betreffenden Landes an den jeweiligen Empfänger in Landeswährung ausgezahlt oder seinem Bankkonto gutgeschrieben.

7 3/4 Prozent vom Volkswagenwerk

Die Volkswagen Overseas Finance N. N., Curaçao, eine 100prozentige Tochtergesellschaft des Volkswagen-Konzerns, legt eine Anleihe über 150 Millionen Dollar auf. Sie wird voll von der Volkswagenwerk AG, Wolfsburg, garantiert und mit einem Zinssatz von 7 3/4 Prozent ausgestattet werden. Die Laufzeit beträgt zehn Jahre. Vorher ist die Emission unkündbar. Der Ausgabekurs für die Anleihe wird am 26. April festgesetzt werden. Das Geld dürfte für den Aufbau des Werkes in den USA bestimmt sein. Deutsche Interessenten für die Anleihe müssen das Dollar-Risiko berücksichtigen. Es schmälert den Reiz des vergleichbar hohen Nominalzinssatzes.

Bank mit hohen Zinsen

Kleinere Privatbanken, meist auch in der Teilzahlungsfinanzierung tätig, bieten nach der jetzt eingeläuteten Zinssenkungsrunde noch relativ gute Sätze für Einlagen. Bei der CTB-Bank Thielert & Rolf KG, Essen, werden zweijährige Sparbriefe (ab 500 Mark) mit 5,75 Prozent verzinst, vierjährige Papiere mit 6,75 und fünfjährige mit 7,50 Prozent. (Im Vergleich dazu: sechsjährige Kommunalobligationen mit etwa fünfjährigen Laufzeiten bringen nur noch eine Rendite von sechs Prozent). Bei CTB-Sparkonten betragen die Zinsen für Einlagen mit gesetzlicher Kündigungsfrist 4,50 Prozent, sechsmonatige fünf Prozent und zwölfmonatige 5,50 Prozent.

Jahrbuch: Tips für Ihr Geld

Jahrbücher erregen nur selten Aufmerksamkeit. Das "Jahrbuch der Deutschen Anlageberatung" aus dem Kölner Verlag "Geld-Magazin" (Köln 41, Kitschburgerstr. 236) ist eine der Ausnahmen. Tatsächlich ist es auch kein typisches Jahrbuch, sondern ein Magazin, vollgestopft mit teilweise hochaktuellen Beiträgen von 35 Anlageexperten – vom Bankdirektor bis zum Fondsmanager, vom Abschreibungskonstrukteur bis zum Immobilienspezialisten. Herausgeber Herbert Lemke, Chefredakteur und Reporter in Sachen Geld, bietet mit der "Ausgabe 77" zum fünftenmal ein Buch an, das zu den interessantesten des Geldanlagemarktes zählt. Auf 176 Seiten werden Exkurse in die Tiefen des deutschen Steuerrechts und der Problematik systematischer Anlage veranstaltet. Für 19,80 Mark erhalten begüterte Leser und solche, die es werden wollen, wertvolle Informationen und so manchen Tip.