Es sollte eine gute Sache werden. Unter der Devise "Hoffen, Helfen, Heilen" legte der Deutsche Investment Trust einen ungewöhnlichen Wertpapierfonds, "DIT-Fonds 3H", für eine ungewöhnliche Sache auf. Um zu helfen und zu heilen, verzichten die Sparer auf ihre Zinsen und Dividenden aus den Zertifikaten. Sie werden dem Roten Kreuz geschenkt.

Doch die DIT-Manager sind nicht gerade, selbstlos. In pervertierter Nächstenliebe kassieren sie die üblichen Verwaltungs- und Depotgebühren. Doch damit nicht genug. Obwohl die Anteilscheine neben den acht weiteren DIT-Fonds am Bankschalter verkauft werden und, somit kaum große Vertriebskosten entstehen, zahlt der Sparer auch hier einen Aufschlag von fünf Prozent.

Die Gebühren sind durchaus legitim. Sie entsprechen denen der übrigen Fonds. Allerdings ist zu befürchten, daß neben der Fondsgesellschaft auch noch andere an der selbstlosen Aktion mitverdienen – wie bei den übrigen Fonds. Obwohl die Depots bei der Mutterbank, der Dresdner, geführt werden, zwacken die DIT-Manager für sie "Depotbankgebühren" und "sonstige Ausgaben" ab. Niemand verlangt, daß jemand Geld verschenkt. Wenn eine Hilfsaktion jedoch offensichtlich benutzt wird, um die eigenen Säckel zu füllen, sind Zweifel angebracht. jfr.