Fernwehkranke Weltenbummler, die gesund nach Hause kommen wollen, haben es nicht leicht. Denn die nationalen und internationalen Impfbestimmungen sind nur mit Mühe zu überschauen und ändern sich ständig.

Einfach ist das Impfproblem bei der Wiedereinreise in die Bundesrepublik. Hier wird nur ein gültiges Pocken-Impfzeugnis verlangt, wenn man aus Somalia, Kenia, Äthiopien, Bangladesch, Indien oder Pakistan kommt.

Mit dieser Beschränkung auf – Risiko-Länder wird der Tatsache Rechnung getragen, daß Pockenschutzimpfungen nicht ganz ungefährlich sind und in der Vergangenheit Impfschäden auftraten.

Auch wenn immer mehr Länder ihrerseits für Einreisende auf ein gültiges Pocken-Impfzeugnis verzichten, in jüngster Zeit waren das Marokko, Tunesien, Algerien, Ägypten und Israel, fordern noch etliche Staaten in Asien, Afrika und Südamerika einen internationalen Impfpaß mit eingetragener Pockenschutzimpfung. Hierzu gehören zum Beispiel Sri Lanka, Thailand, Kenia und der Senegal genauso wie Brasilien oder Mexiko.

Touristen, die ihre Reise ohne einen gültigen Impfpaß antreten, kann es passieren, daß die Reise bereits vor der Landesgrenze endet oder – daß sie gar nicht erst beginnt. Die Fluggesellschaften haben nämlich das Recht, Touristen zurückzuweisen, die nicht im Besitz der vollständigen Dokumente sind. Wer sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen will oder kann, muß sich diesen Sachverhalt von einem Arzt in der Bundesrepublik offiziell bestätigen lassen, Allerdings garantiert diese Bescheid nigung noch nicht die ungehinderte Einreise.

Wer im Verlaufe seines Urlaubs durch mehrere Länder kommt, sollte immer beachten, daß die Situation des jeweiligen Ausreiselands ausschlaggebend für die Impfbestimmungen des Einreiselands sind Hier zählt also nicht die Situation in der Bundesrepublik.

Reisende, die nach Afrika oder Asien fahren wollen, sollten sich erkundigen, ob das Zielfand eine Impfung gegen Cholera oder Gelbfieber vorschreibt, denn hier besteht auf jeden Fall eine Infektionsgefahr. Das gilt auch für Südamerika.