Neueste Order von Ugandas Präsidenten auf Lebenszeit Ich Amin Dada an seine Soldaten: Sie sollten aufhören, Unschuldige einzusperren und zu foltern. Denn solche Übergriffe und die Einmischung der Armee in rechtliche Angelegenheiten würden in der öffentlichen Meinung nur Unsicherheit und Furcht verbreiten. Mit derartiger Sorge um das Wohlbefinden seines Volkes kommt Amin allerdings reichlich spät. 20 000 Ugander sind seinen Mordschwadronen, die sich in schöner Umschreibung ihrer wirklichen Tätigkeit als "Einheit für die öffentliche Sicherheit" und "Staatliches Forschungsbüro" nennen, in die Nachbarländer entkommen. 50 000, womöglich aber sogar 250 000 schafften es nicht mehr. Sie wurden auf brutale Weise umgebracht: erschossen, erschlagen oder den Krokodilen zum Fraß vorgeworfen.

Guter Rat – teuer

Fristgerecht meldeten sich Israels Parteien vor dem Wahltermin am 17. Mai beim Vorsitzenden des Zentralen Wahlkomitees, dem Obersten Richter Eliachu Manny, zur Eintragung in die Wahlliste an und zahlten die laut Gesetz geforderten 40 000 Pfund ein. Nur einer weigerte sich, die Summe zu entrichten – Jitzhack Aschkenazi, Führer der Mini-Partei "Das Königreich Juda Israel". Zu Richter Manny sagte er stolz: "Meine handgeschriebene Eingabe ist mehr wert als 40 000 Pfund. Übrigens bin ich der Enkel König Davids." Der lebte freilich um 1000 vor Christus. Schlagfertig fertigte denn auch der Wahlleiter den Parteimann ab: "Wenn der Messias kommt, werden wir uns glücklich schätzen, Ihre Kandidatur zu akzeptieren – ohne Geld."