ie Jugendlichen erzähh - sich solche "komischen" Geschichten, w< 1 sie wahrscheinlich nicht wissen (nichtiwis n können), was sie Dbedeuten. Ihnen fehlen die geschichtlichen Grundlagen über die Ursachen, ur, i über die schrecklichen Folgen des Volkejmotdes. Hätten sie sie, so würde ihnen das Lachen sicherlich rasch vergehen, und sie würden sieh selbst verfluchen, solche Geschichten erzählt zuf iahen.

Es gibt keinen besonc di antisemitischen Witz liebt sind. Für mich sine wie die Qstfriesen- oder hört einen Judenwitz, er ohne viel darüber nachz überhaupt aussagt. Daß j komisch finden, ist dod Wenn ich einen solcher mache ich das doch nicht letzten Weltkrieg getötet chen. Es hält ja auch keir wegen der Witze, die übei für einen weniger intellij sollte die antisemitischen spielen, nach einem halben wieder in Vergessenheit ge Grund dafür, daß Zeit bei uns so beModeerscheinungen Häschenwitze. Man t ihn einem Freund, iken, was der Witz ndliche Völkermord eichlich überspannt.

Witz weitererzähle, n mich über die im luden lustig zu maünen Ostfriesen nur i erzählt werden, für ten Menschen. Man icrze nicht so hochJahr sind sie ja doch xten.

An westdeutschen Schulen werden Tabus gebrochen, wird geistige und politische Unreife dokumentiert, wird Unmenschlichkeit und Völkerhaß zur Groteske verzerrt, wird die Schuld vieler Generationen an das grelle Licht der Aktualität gezerrt. Bestimmt unbequem — weil Schuld sich hier in mehrfacher Hinsicht ausdrückt, bestimmt aber auch, weil den ewigen Vereinfachern die Antwort hier nicht leicht gemacht wird — nicht leicht gemacht werden darf! Schokkierend und blamierend ist das Erzählen von antisemitischen Scherzen". Die ganze Verkrampfung des zeitgeschichtlichen Bewußtseins eines Volkes drückt sich in der Verunglimpfung der Millionen Opfer eines anderen Volkes aus. Eine schwerwiegende Ursache für die "Scherze" liegt im fehlenden Geschichtsbewußtsein vieler Deutschen begründet. Dies läßt sich mit der jüngeren deutschen Geschichte begründen, die gekennzeichnet ist von schweren Verbrechen gegen die Menschlichkeit, geschehen im Namen Deutschlands. Aus einer Unwissenheit heraus, wie man seine Scham über das Geschehene demonstrieren könnte, vergaß man es einfach; ein Mantel des Schweigens hüllte sich über die Verbrechen. Aus einem unsicheren Gefühl heraus, man mußte sich der Scham schämen, sucht man nach Entschuldigungen für die Greuel und vergaß die Schuld, Deutschlands Fahnen zogen sich durch Kot und Blut. Sollte man diese Geschichte verschweigen? Nein, denn sie erklärt das Verhalten anderer Völker, die in zwei Kriegen unter deutscher Aggression und Okkupation litten. Diese Geschichte sollte aufrufen zum Aufzeigen, daß es ein Deutschland gibt, welches gelernt hat. Diese Geschichte zeigt, was nie mehr geschehen darf, und muß verhindern, was jetzt an westdeutschen Schulen geschieht.

Schüler, die solche antisemitischen Witze erzählen, wollen lediglich zeigen, wie cool sie sind. Solche Schüler kennen sehr genau den historischen Hintergrund dieser Witze. Der Reiz für sie besteht darin zu zeigen, daß sie die (eingebildete) Stärke besitzen, entgegen den allgemein gültigen Moralvorstellungen — hier die Verurteilung der an den Juden begangenen Verbrechen — aufzutreten und Verbrechen auf eine "witzige" Ebene zu übertragen. Ganz besonders lohnt sich das Erzählen dieser Witze, wenn der Zuhörer nicht mitlacht. Dadufch entsteht für den Erzählenden der Eindruck, man könne mehr vertragen als der Partner.

Daneben muß aber auch berücksichtigt werden, daß diese antisemitischen Witze, genauso wie die Häsehenwjtze, Popularitätswellen erfahren. Nach einer solchen Welle verschwinden diese Witztypen wieder, weil sie dann schon weitgehend bekannt sind. Die Häschenwitze wurden vem den Anti semitenwitzen abgelöst. Was jetzt nach den antisemitischen Witzen kommt? Man weiß es noch nicht.

Diese Schreckensgeschichten spiegeln die verbreitete Gedanken- und Perspektivenlosigkeit bei vielen Jugendlichen wider. Diese Leute haben offensichtlich nicht das geringste aus den vergangenen vier Jahrzehnten gelernt. Ein Deutscher darf über derartige Witze niemals lachen und sie erst weht nicht weiterverbreiten. Wer über Judenwitze lacht, bringt auch Juden um, El steht zu vermuten, daß unbelehrbare Nasis dies? Sachen in Umlauf brachten; wer sie verbreitet, dient nur ihrer Sache. Ist angesichts dieser Tatsache das Bild des bösen Deutschen" im Ausland nicht gerechtfertigt? Diese Geisteshaltung läßt Schlimmes befürchten.