Der apokalyptische Reiter aus Uganda, der die Königin von England mit seinem Besuch bedroht hatte, erfüllt jetzt die ganze Welt mit Unbehagen, weil niemand mehr weiß, wo er sich wirklich aufhält. Oder ist er gar tot?

Allein schon die Ankündigung eines so selbstherrlichen und clownesken Vorhabenswie das des England-Besuches hat uns Europäern zu schaffen gemacht. Es fehlte nicht viel, und wir hätten „Krisen-Stäbe“ einberufen, die den Titel „Anti-Idi-Amin-Dada“ trügen. Aber das heißt noch nicht, daß wir mit seinem Problem, so winzig es erscheinen muß, fertig geworden wären.

Es war in Straßburg. Wir waren auf den Wege zum „Palais des Congrès“. Feuchtes Wetter, Wind Kälte. Wir sprachen darüber, wie so recht nichts vorwärts käme in der Welt der Politik. Wir kolportierten die makabren Späße, die der Marschall aus Uganda verbreitete, und da wir nicht wußten, ob wir uns über die Wirkung, die sie ausübten, mehr entrüsten oder mehr erheitern sollten, taten wir beides: wir schimpften und lachten. Und da stießen wir auf einen Gegenstand: Der war witziger als wir.

In der Nähe eines Hauses, an dessen Fassade, geschrieben stand, hier befände sich die Departement-Behörde zur Kontrolle der rechten Maße und Gewichte, stand eine Parkuhr. Sie schnurrte, als sei sie zornig, vor sich hin. Sie zeigte immer wieder – auf, ab, auf, ab – ein rotes Schild an einem Schwenkarm: Schluß, Ende.

Einer von uns, der’s nicht glauben wollte, warf einen Franc in den Automaten. Doch nein, derApparat, ließ sich nicht beruhigen; er machte nicht mehr mit. Er hatte sich für seine Demonstration einen guten Standort ausgesucht: die Behörde der rechten Maße, das Eichamt. Es handelte sich um den Aufstand des Automaten.

Wir standen – vier Männer – darum herum und lachten. Und einer sagte: „Voilà! Rien ne va plus!“