Das magst du wohl“, sagt Karl, „nun kriegst du noch mal Druck, ja ich weiß, du bist da, ich kenn dich doch.“

„War das im Radio oder bist du das“, fragt Ellinor, seine Frau. „Ich kann es auch lauter sagen, dreh du mal das Radio leiser, ich hab’ gesagt, daß er diesen Tachostand braucht, das ist sein Tempo, erst ab achtzig lebt er, und was vorher kommt, ist für ihn nichts weiter als stottern. Ich seh das ja so; jeder will im Leben mal auf volle Touren kommen, ist das mit einem Auto vielleicht anders? Und von mir kriegt er, was er braucht.“

„Ob das nicht auch am Wetter liegt, Karl, es ist noch nicht zu warm, und es weht ein bißchen, das mag er, und es ist mal ein Sonntag ganz für uns... Mußt du denn schon wieder überholen?“

„Ich überhole ja nicht nur, um zu überholen, der Wagen muß sich mal auslaufen. Und das ist auch sein Sonntag.“

„Was Thomas jetzt wohl macht? Wenn er neben dir sitzt, und ich hinten, dann weiß ich, das ist meine Familie, endlich ist sie mal ganz eng beisammen. Wie ich das dann genieße, Karl.“

„So eng ja nun auch wieder nicht. Ich weiß ja, was du damit sagen willst, aber wenn wir zusammen wegfahren, hab’ ich nie das Gefühl, daß es zu eng ist, neben Thomas könnte noch einer sitzen, und hinten passen außer dir noch zwei hin, aber leicht. Und wenn wir in Urlaub fahren, kann Thomas sich neben mir lang legen, und du da hinten hast Platz für drei.“

„Ist das mal wieder ein Betrieb auf der Autobahn. Vielleicht hätten wir doch früher wegfahren sollen.“