Von Peter von Becker

Dieser Satz wie ein Bekenntnis vorweg: Aras örens Gedichte gehören für mich zum Schönsten und in einem nicht nur binnenliterarischen Sinne Bedeutungsvollsten, was im deutschen Sprachraum in den letzten Jahren geschrieben wurde. Jetzt, da sein neues Buch –

Aras Ören: "Privatexil", Gedichte, aus dem Türkischen von Gisela Kraft; Rotbuch Verlag, Berlin, 1977; 72 S., 7,– DM

erschienen ist, wäre es schon eine Schande, wenn in der Literaturkritik die Unaufmerksamkeit nicht wiche, die örens zuvor im gleichen Verlag publizierten Bände bisher gefunden haben –

Aras Ören: "Was will Niyazi in der Naunynstraße" – Ein Poem, aus dem Türkischen von H. Achmed Schmiede und Johannes Schenk; Rotbuch Verlag, Berlin, 1973; 70 S., 5,– DM

Aras Ören: "Der kurze Traum aus Kagithane" – Ein Poem, aus dem Türkischen von H. Achmed Schmiede, bearbeitet von Jürgen Theobaldy; Rotbuch Verlag, Berlin, 1974; 94 S., 6,– DM.

Aras Ören ist Türke, 1939 in Istanbul geboren. Die Türkei gehört zu Europa und Asien, gehört von Kopf bis Fuß dreiuneinig zur Ersten, Zweiten, Dritten Welt und dabei auf eine besondere Weise auch zu unserer Welt.