In den Vereinigten Staaten gibt es schon rund 25 Kreditinstitute, die ihren Kunden anbieten, ihre Rechnungen telephonisch zu bezahlen. Sie brauchen keinen Scheck mehr auszufüllen. Sie müssen nur noch ihre Bank anrufen, ihre Kontonummer, eine Kennziffer, die Kontonummern der Zahlungsempfänger und die Beträge mitteilen, die überwiesen werden sollen. Das ist nicht nur einfach, sondern auch billig. Die Bank berechnet für jeden Anruf zehn Cents, gleichgültig wie viele Überweisungen erfolgen.

Die Sache hat einen Haken. Banken können, sich auf den neuen Dienst nur einlassen, wenn sich genügend Firmen, Versorgungsunternehmen und andere Geschäftsleute zur Teilnahme bereitfinden. Die Firmen zeigen jedoch wenig Lust dazu, solange sie nicht sicher sind, daß genügend Kunden mitmachen wollen.

Bei uns haben die Banken andere Ideen, die Kosten des Zahlungsverkehrs niedrig zu halten. Sie wollen die Kunden zu der Zahlungsweise ermuntern, die bei den Instituten die geringsten Kosten verursacht. Wenn das der Scheck ist, wollen sie den Scheck propagieren. Der Kunde hätte freilich wenig davon. Er müßte den Scheck zum Zahlungsempfänger schicken. Die eingesparten Bankgebühren kämen dann in Form von Portokosten doch wieder auf ihn zu. R. H.