Scheidungsgesetz, touristisch

Das neue Scheidungsgesetz veranlaßt jetzt auch schon Touristiker zu Kommentaren und Prophezeiungen. Hummel-Geschäftsführer Klaus D. Kesper kündigte als touristische Folge des neuen Scheidungsgesetzes „mehr Doppelzimmerwünsche von unverheirateten Urlaubern als je zuvor“ an. Das neuerdings erhöhte Risiko einer Ehe werde längere Verlobungszeiten und mehr eheähnliche Lebensgemeinschaften nach sich ziehen. Dem sollen, so Kesper, nicht nur die Reiseveranstalter, sondern auch die Vermieter Rechnung tragen, indem sie den Urlaub ohne Ehering in Zukunft ohne diskriminierende Seitenblicke endgültig tolerieren. Wirtsleuten, die sich noch auf den sogenannten Kuppeleiparagraphen beriefen, empfahl Kesper, ihre moralischen Bedenken in allen Werbedrucksachen, Quartierverträgen und -bestätigungen deutlich zu vermerken.