W. ahr ist allerdings, was die belgische Zeitung Le Soir unter der Schlagzeile „Nazis feiern Hitler in Langemark“ über ein Treffen von Rechtsradikalen schrieb, das am Samstag, dem 2. Juli, stattgefunden hatte, soweit dies die Herkunft der Demonstranten betrifft: Sie waren aus der Bundesrepublik, aus Belgien, aus Frankreich, Finnland, aus England und aus der Schweiz gekommen.

Es steht auch außer Zweifel, daß dem Zug der Demonstranten zum Friedhof von Langemark die Pfeifer und Trommler des „Vlaamse Militanten Orde“ voranmarschierten.

Unbestritten ist ferner, daß ein Engländer die Freiheit für Rudolf Heß und ein Belgier den gleichen Zustand für alle Völker Europas förderten.

Niemand kam außerdemetwas gegen den Wahrheitsgehalt der Meldung einwenden, daß zu Beginn eines „Europäischen Kongresses“ in Alveringem von den Veranstaltern, nämlich den Mitgliedem der „Bewegung“ Rex“ und des sehen erwähnten „Vlaamse Militanten Orde“, kleine Büsten von Hitler und Heß verkauft Wurden und daß der Versammlungssaal mit ihren Bildern geschmückt, beziehungsweise versehen war.

Wahr ist schließlich und durch Photos bewiesen, daß Holländer T-Shirts mit Bildern von Hitler und Heß feilboten, und daß die Büsten-sowie die Hemdenpreise sich zwischen fünfzehn und dreißigMark bewegten,

Unwahr ist jedoch die Meldung des Soir, daß die Manifestanten auf dem Friedhof von Langemark ein Lied „Alte Kameraden“ (auf deutsch im französischen Text der Zeitung) gesungen hätten.

Wahr ist vielmehr,– und ein Grund zur fristlosen Entlassung des Reporters, der vermutlich nicht aufmerksam genug hingehört hat –, daß die alten Kameraden das Lied „Ich hatt’ einen Kameraden“ gesungen haben.