Während Domino-Theoretiker sich schon auf den Fall Thailands und das Ende des Tourismus via Bangkok vorbereiten, meldet sich ein gerade erst gefallener Dominostein, Vietnam nämlich, immer eifriger zu Wort, bietet sich immer offenherziger westlichen Urlaubern an. Jetzt werden gar Luxus-Touristen, Passagiere des Südsee-Kreuzfahrtschiffes „Rasa Sayang“ zum Landgang in Ho-Tschi-Minh-Stadt, einst Saigon, gebeten. Anschlußflüge nach Hanoi können; gebucht werden. In Deutschland offerieren bislang drei Veranstalter, zum Teil schon seit einem Jahr, Flugreisen in das neue Vietnam (außer den erhaltenen historischen Kunstwerken und Naturschönheiten wie die Bucht von Halong auf unserem Bild werden vornehmlich sozialistisch-soziale Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen und Krankenhäuser besichtigt), freilich bisher mit mäßigem Erfolg. Fröhlich-Reisen in Hannover und Atlantik-Luft-Reederei in Bonn haben erst je eine der um 6000 Mark teuren dreiwöchigen Gruppenreisen abwickeln können. Der weitaus billigere Hamburger Veranstalter Hansa-Tourist (17 Tage 2700 Mark) hat bisher noch keine deutsche Gruppe nach Vietnam geschafft. Die erste soll im September starten: ab Berlin-Schönefeld mit einer IL 18 der DDR-Interflug, einer Propellermaschine. Aufnahme: Hansa Tourist