Zweifel am Sinn der vor einigen Jahren erfolgten Fusion der Brauereiriesen Dortmunder Union und Schultheiss zur DUB/Schultheiss-Brauerei wurden auf der Hauptversammlung geäußert. Ein Teil der Dividende von 20 Prozent sei wieder aus der Substanz gezahlt worden, wurde bemängelt.

Die Verwaltung sicherte den Aktionären zu, den eingeschlagenen Weg der Rationalisierung konsequent fortzusetzen. Einzelheiten über die geplanten „Strukturveränderungen“ wollte der Vorstand jedoch nicht mitteilen. Im vergangenen Jahr sind bereits 373 Arbeitsplätze eingespart worden. Für die 1977er Dividende wollte sich der Vorstand im Hinblick auf die Auswirkungen der Körperschaftsteuerreform noch nicht festlegen.

Obwohl die gewerkschaftseigene „Neue Heimat“ indirekt mit 43,65 Prozent am Grundkapital der insolvent gewordenen „Bremer Treuhand GmbH“ beteiligt war, wies Albert Victor, Chef der „Neuen Heimat“, noch einmal jede Verantwortung für den Zusammenbruch des Bremer Unternehmens zurück.

Die „Neue Heimat“ sei weder im Aufsichtsrat noch im Verwaltungsrat der Bremer Treuhand vertreten gewesen, erklärte Vietor auf einer Pressekonferenz und legte zum Beweis eine Liste der 15 Verwaltungsratsmitglieder Bremer Treuhand vor, unter denen sich allein sechs Bankvertreter befinden: Dr. R. Entholt, Vorstand der Bremer Landesbank und der Staatlichen Kreditanstalt Oldenburg; Klaus Franzen, Vorstand der Bremer Landesbank; H. J. Knieps, Bank für Gemeinwirtschaft; Dr. S. Manard, Deutsche Pfandbriefanstalt; Herwig Rathmann, Direktor der Staatlichen Kreditanstalt Oldenburg; Dr. L. Storck, Deutsche Bau- und Bodenbank AG. „Einem so zusammengesetzten Verwaltungsrat hätte man doch wohl vertrauen dürfen“, meinte Vietor.

Die Ford-Werke AG, Köln, schüttet ihren in 1976 erzielten Gewinn von 724 (124) Millionen Mark voll an den amerikanischen Großaktionär aus. Die Summe entspricht bei einem Grundkapital von 720 Millionen Mark einem Prozentsatz von rund 100 Prozent.

Der – periodenechte Gewinn des vergangenen Jahres liegt allerdings „nur“ bei rund 500 Millionen. Er wurde ergänzt durch die Auflösung offener Rücklagen sowie durch nicht mehr benötigte Steuerrückstellungen. Mit dieser Bilanzpolitik macht Ford zum letztenmal von den Vorteilen des alten Körperschaftsteuer-Gesetzes Gebrauch.

Vorstandsvorsitzender Peter Weiher räumte ein, daß 1976 das beste Ergebnis, in der Geschichte der Ford-Werke gebracht habe. Der Umsatz wuchs um 36 (28) Prozent auf 8,7-(6,4) Milliarden Mark. 1977 erwartet er einen Umsatz von rund zehn Milliarden. Der Ertrag dürfte indessen nur noch unterproportional steigen; denn Ford ist inzwischen an die Grenze seiner technischen Kapazitäten gestoßen.