Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft hat bestätigt, daß die staatlichen Forschungsmittel überwiegend an Großunternehmen geflossen sind. Der Grund ist nicht allein deren breites Forschungs- und Entwicklungspotential: Nur sie können sich noch den bürokratischen Aufwand leisten, der nötig ist, um in Bonn Geld zu bekommen.

Der lange und dornenreiche Weg, der notwendig ist, unreinen Zuschuß für ein Entwicklungsprojekt zu bekommen, lohnt für kleine und mittlere Unternehmen kaum. Dabei liegt gerade dort noch ein ungenutztes Innovationspotential. Doch der bei kleinen Betrieben begrenztere Mut zum Risiko bedarf des Ansporns, zum Beispiel durch erleichterte Abschreibungsmöglichkeiten. Hier könnte sich die indirekte Förderung besser bewähren als die direkte am Einzelprojekt orientierte.

Daß die FDP das jetzt deutlich artikuliert hat, ist zu begrüßen (siehe nebenstehende Kulisse). Der Anstoß läßt hoffen, daß der Forschungsminister unter? Druck gerät und das in der Regierungserklärung vor einem halben Jahr angekündigte Gesamtkonzept einer Forschungs- und Technologiepolitik für kleine und mittlere Unternehmen zügig und nicht so zögernd wie bisher vorantreibt.

hff