Einen Baum zur Hochzeit

Im Gemeindeamt von Bederkesa (nordöstlich von Bremen) ist eine Urkunde aus dem Jahre 1692 ausgegraben worden, die jedem Hochzeitspaar vorschreibt, der Gemeinde mehrere Eichen und Buchen zu stiften. Das frühere Gesetz wird jetzt zur Förderung des Umweltschutzes als Empfehlung wiederaufgegriffen. Hochzeitern teilt der Standesbeamte mit, daß sie am Tage der Trauung einen Laubbaum pflanzen oder, wenn keine Pflanzzeit ist, eine entsprechende Geldspende entrichten können (ab 20 Mark aufwärts). Ganz uneigennützig sind die Bederkesaer allerdings nicht: Vorrangig soll der neue Kurpark mit den Hochzeitsbäumen bepflanzt werden.