Ein ungewöhnlicher Platz zum Angeln, möchte man meinen, angesichts der heftigen Brandung, des stark bewegten Wassers. Angelsportler freilich, die das „Wasser lesen“ können, werden wissen, was den Mann und das Meer hier bindet. Der auf dem Photo gerade zum Wurf über die rollenden Brecher ausholt, ist ein Seebarsch-Angler an der Küste bei Lissabon. Er weiß, daß dieser Fisch seine Nahrung (Garnelen und Krabben) in bewegtem, flachem Wasser findet, und hat danach Standort und Ausrüstung abgestimmt. Um schließlich den Fisch an die Angel zu bekommen, den man will, muß man sich auskennen in den Lebensgewohnheiten der Tiere. Anthony A. Long, ein wissenschaftlich ambitionierter Angelsportler, hat darüber jetzt ein umfassendes Fachbuch herausgegeben. Es kostet 48 Mark und gibt anschaulich und unpathetisch Auskunft über „Angeln in Europa“, die schönsten Fanggebiete, die Welt der Fische und die verschiedenen Fangmethoden,Das 208 Seiten umfassende Buch ist reich an farbigen Landschaftsaufnahmen, biologischen Zeichnungen und Landkarten. Außerdem enthält es nicht nur Tips über das Verhalten der Fische in der Natur, sondern auch dezente Hinweise über das richtige Verhalten Von Anglern in der Natur. Aufnahme aus: „Angeln in Europa“, Wolfgang Krüger Verlag, Frankfurt.