Das Bruttoergebnis der BASF hat sich im II. Quartal 1977 merklich verschlechtert.

Die Gründe für diese bedrohliche Entwicklung liegen nach Ansicht des Vorstandes in den gestiegenen Personalkosten, den Währungsverlusten, der rückläufigen Kapazitätsauslastung und dem verstärkten Druck auf die Verkaufspreise. Für die Monate Juli und August hat sich noch keine Besserung ergeben. Möglicherweise wird das Geschäft im September etwas lebhafter.

„Nicht mehr als 20 Millionen Mark Verluste“ erwarten die staatlichen „Bremer Schwestern“ aus der Pleite der Bremer Treuhand.

Das haben neuere Berechnungen der Kreditabteilungen der Bremer Landesbank und der Staatlichen Kreditanstalt Oldenburg-Bremen ergeben. Der Rechtsexperte dir Bremer Landesbank, Arno Lehmann, beurteilt die Erfolgsaussichten einer eventeullen Klage der Algerier, denen die Bremer Treuhand ein Bautorso hinterlassen hat, auf Zahlung einer zwei- bis dreistelligen Millionensumme auf dem Wege der Durchgriffshaftung als „aussichtslos“. Der von den Algeriern beauftragte Rechtsanwalt Dieter Wechtenbruch vertritt dagegen die Ansicht, daß für die Managementfehler bei der Bremer Treuhand in erster Linie die Treuhand-Gesellschafter Bremer Landesbank/Staatliche Kreditanstalt Oldenburg-Bremen und die gewerkschaftseigene Wohnungsgesellschaft „Neue Heimat“ aufzukommen haben, weil sie ihre Aufsichtspflicht vernachlässigt hätten. Aber Banken wie „Neue Heimat“ lehnen jegliche Verantwortung ab.

Mit der Erklärung, daß für 1977 mit einem zweistelligen Ergebnis zu rechnen sei, versuchte der Vorstand von Beton- und Monierbau die Gerüchte um seine Gesellschaft einzudämmen.

Sie waren in Verbindung mit den Schwierigkeiten aufgetaucht, die der Gesellschaft in Nigeria erwachsen sind. Dort waren Ertragseinbußen durch eine staatlich verordnete Personalkostenerhöhung eingetreten, die rückwirkend verkündet wurde. Beton und Monier erzielte 1976 nur einen Jahresüberschuß von knapp 200 000 Mark. Um wieder eine Dividende von vier Mark ausschütten zu können, mußten zusätzlich 1,4 Millionen Mark der freien Rücklage entnommen werden. Wie hoch der Gewinn des Jahres 1977 tatsächlich ausfallen wird, hängt von den Abrechnungsterminen bei den ausländischen Großbauaufträgen ab. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres stieg die Bauleistung der Gruppe gegenüber der gleichen Zeit des Vorjahres um 41 Prozent auf 727 Millionen Mark.

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