Scharnow: Konzentriertes Programm

Zwar mit etwas traurigen Bilanzzahlen (ohne Zuwachsraten), doch mit ungebrochenem Optimismus steht TUI’s „Mittelstands-Reisen“-Anbieter Scharnow jetzt am Sommerende und zu Beginn der Wintersaison. Der hannoversche Veranstalter setzt auf das Markenprofilierungskonzept des Konzernriesen und bietet deshalb zum Winter ein auf Fernreisen und Ferienwohnungen konzentriertes Programm an: nämlich ohne das traditionelle Bahn-Paket.

Voller Hoffnung schaut auch Scharnow in seinen Prognosen für das kommende Winterhalbjahr nach Spanien, wo nahezu 90 Prozent aller Flugurlauber erwartet werden. Attraktiv macht sich der Veranstalter durch Preisnachlässe auf Teneriffa und Lanzerote (rund vier Prozent) sowie Fuerteventura, Gran Canaria und an der Costa del Sol, wo die Preise allerdings geringfügig unter dem Niveau des vergangenen Winters liegen werden. Außerdem erhöhte Scharnow die Bettenkapazität bei den größeren Hotelpartnern (beispielsweise Iberotel, Robinson oder Horesa), offenbar um mehr denn je den komfortliebenden Kunden anzusprechen. In dieses Konzept des verbesserten Service gehört auch das erweiterte Sportangebot.

Bei der Konzentration auf nur zwei Bereiche erhält die Ferienwohnung ein besonders starkes Gewicht. Schon jetzt glaubt Scharnow, im nächsten Sommer das umfassendste Programm überhaupt offerieren zu können.

Touropa: Per Bahn in den Schnee

Bei den Winterurlaubern erfreut sich die Bahn steigender Beliebtheit, zumindest registriert Touropa das. So hat der Münchener Veranstalter sein diesjähriges Programm um 37 Orte erweitert und die Bettenzahl – zumal im Komfortbereich – erhöht. Zur Auswahl stehen in dem Katalog „Bahn 1977/78“ nun 178 Orte in fünf Ländern (Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich) und 1582 Hotels, Pensionen, Gasthäuser, Privatzimmer und Ferienwohnungen.

Schwerpunkt ist Österreich mit gut 80 Schnee-Zielorten, die rund 60 Ziele in der Bundesrepublik liegen an Nord- und Ostsee, in der Holsteinischen Schweiz, im Schwarzwald und Bayerischen Wald, im Allgäu und in Oberbayern. In Italien werden zwei Dutzend alpine Orte, in der Schweiz und Frankreich zusammen ein Dutzend Orte angeboten. Im Inhaltsverzeichnis sind für alle Ziele die günstigsten und teuersten Zwei-Wochen-Preise aufgeführt – die Spanne reicht von 124 bis 2324 Mark. Der Katalog nennt zwar bei jedem Ort das Sport- und Unterhaltungsangebot, liefert aber für Skifahrer gelegentlich nicht genügend präzise Angaben über Pistenlängen und ähnliches, auch die Liftpreise und -pauschalen sind nicht durchgängig vermerkt. Sonst aber sind die Katalogtexte umfangreich und präzise.