Schneller Brüter

Ein Sternmarsch zum Gelände des Schnellen Brüters in Kalkar ist für den 24. September geplant. Bereits 140 Bürgerinitiativen und kommunistische Gruppen aus der Bundesrepublik, den Niederlanden, Frankreich, Italien, Dänemark, England und Österreich haben ihre Teilnahme an der Demonstration zugesagt. Nach Angaben der zuständigen Sicherheitsbehörde in Nordrhein-Westfalen planen einige Gruppen Gewaltaktionen. Eine Besetzung sei (nicht auszuschließen. Auch die Jusos des SPD-Landesbezirks Westliches Westfalen bereiten sich darauf vor, zu den Demonstranten in Kalkar zu stoßen. Der SPD-Vorstand in Düsseldorf muß dies aber noch genehmigen.

Bundesforschungsminister Matthöfer hat erneut für den Weiterbau in Kalkar plädiert, da sonst der demschen Kraftwerksindustrie langfristig wichtige Exportmärkte verlorengingen. Bei einem Baustopp müsse man außerdem die zwei Milliarden Mark, die bisher für die Entwicklung des Schnellen Brüters ausgegeben wurden, abschreiben.

Plutonium

Auch das Plutonium aus zivil genutzten Kernreaktoren und ihren Wiederaufbereitungsanlagen kann zum Bau von Atombomben verwendet werden. Die Vereinigten Staaten haben bereits einen solchen Sprengsatz aus Reaktor-Plutonium zur Explosion gebracht. Dies berichtete der Berater der amerikanischen-, Kernenergie-Genehmigungsbehörde, Albert Wohlstetter, in London. Er machte keine näheren Angaben über den Zeitpunkt, die Stärke der Testexplosion oder die Zusammensetzung des Bombensprengstoffs. Bisher nahm man an, daß die Mischung der verschiedenen Plutonium-Isotope die Explosion einer solchen Bombe verhindere.

Uran

Nicht erklären kann sich der Kapitän des norwegischen Frachters „Bow Oak“, wie ein Container mit 1,5 Kilogramm angereichertem. Uran auf sein Schiff gelangt ist. Die Polizei entdeckte den Behälter bei einer Routinekontrolle im Adria-Hafen Ancona. 1976 hatte ein schwedisches Schiff den Verlust mehrerer Uran-Container gemeldet.