Es regnete. Ich Stand unter einer Markise. Der Regen wehte unter die Markise. Die Ladenstraße war leer. Ich wollte unter die größere Markise auf der anderen Seite. Es regnete schon seit über zwei Stunden. Ich spannte den Schirm auf und ging zu. Ich sah mich schon unter der größeren Markise, und da rutschte ich aus und ließ den Schirm los und saß da.

Die Ladenstraße war immer noch leer. Ich stand auf und griff nach dem Schirm. Ich war in Hundescheiße getreten. Durch den Regen hatte sich der Haufen verdünnt. Meine Schuhsohlen rutschten wieder. Regenwasser floß in ein Siel. Ich stellte mich da hinein. Die Schuhe waren sauber. Aber wie mochte die Hose aussehen. Da klebte doch was. Ich hätte den Bus nehmen können, aber die Leute würden sehen, daß da hinten was klebte. Ich hatte eine kurze Jacke an. Und mit der Hose konnte ich mich auch nicht in eine Taxe setzen. In einem Abfalleimer lagen Zeitungen. Die hätte ich mir hinten randrücken köngen. Dem Taxifahrer wäre das wohl erst beim Aussteigen aufgefallen, denn sie wohl dann hinten festgeklebt, und er, denn die Polster kontrolliert. Der Geruch wäre hätte so schlimm gewesen; ich hätte geraucht.

Ich ging nach Hause. Das Steißbein tat weh. Und dann tat die rechte Hand weh. Ich nahm den Schirm in die linke Hand. Die tat nicht weh. Zu Hause zog ich gleich die Hose aus und sah hinten nicht nach und stopfte sie in einen Eimer mit Wasser. Ich setzte mich auf die Couch und rutschte hin und her. Das Steißbein tat weh. Ich legte mich auf die Seite. Da tat die rechte Hand wieder weh. Ich massierte sie mit der linken Hand. Das tat auch weh. Ich nahm eine Tablette und ging ins Bett.

Als ich aufwachte, war die rechte Hand geschwollen. Ich dachte nicht mehr an das Steißbein. Ich fuhr mit der Taxe in die Unfallklinik. Da saß ich, und das Steißbein tat nicht weh. Der Arzt fragte, wie das mit der Hand denn passiert sei. Ich sagte, daß ich in Hundescheiße getreten wäre ... „Das bringt doch kein Glück mehr, seitdem es sie tonnenweise gibt“, sagte er. „Früher, waren es die Bananenschalen“, sagte ich. „Das ist schon lange her“, sagte er. Das Handgelenk war angebrochen, und der ganze Unterarm kam in Gips. Ich ging nach Hause. Ein Pudel beschnupperte mich. Ich sagte zu seinem Herrn, was mir passiert ist. Er sagte: „Das ist aber ärgerlich.“ Und ich sah die Haufen auf der Straße und wurde auch ärgerlich, weil mir einfiel, daß allein in Hamburg zehn Tonnen davon jeden Tag auf die Straßen und Parks gedrückt werden, und wie ärgerlich war es, daß ich vergessen hatte, was mein Kollege Thomas von Randow darüber geschrieben hatte. Ich hatte es nicht gründlich genug gelesen, sonst hätte ich überall Hundescheiße erwartet und immer genau hingesehen; aber es hatte ja geregnet. Wegen der Hundescheiße fuhr ich mit der Taxe nach Hause, und der Fahrer fragte: „Was haben Sie denn da gemacht.“ Er fand das auch ärgerlich. Ich sagte: „Ich habe aber nichts gegen Hunde.“ Er sagte: „Ich auch nicht, das ist ja die Scheiße.“ Mit der Hundescheiße fange ich an. und tippe das mit dem linken Zeigefinger in die Maschine. Wenn ich wieder mit beiden Händen schreiben kann, werde ich über andere Ärgernisse schreiben. Und das verdanke ich der Hundescheiße; welch ein Glück!