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Mit einer baldigen Kapitalerhöhung ist beim Volkswagenwerk nicht zu rechnen.

Börsengerüchte über eine Kapitalaufstockung beim Volkswagenwerk im Verhältnis 3:1 zum Ausgabekurs von 150 Mark hat VW-Chef Schmücker auf der Frankfurter Automobilausstellung nicht bestätigt. Wegen der schwierigen Abstimmung mit den beiden Großaktionären (Bund und Land Niedersachsen) dürfte frühestens auf der kommenden Hauptversammlung eine Kapitalerhöhung beschlossen werden,

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Das Schicksal der Liberian International American Corp., wesentlich von deutschen Anlegern getragen, ist wieder unsicher geworden.

Die Liac, die ein gigantisches Eisenerzprojekt in Liberia realisieren will, leidet unter der Hinhaltetaktik angeblich interessierter japanischer und europäischer Gruppen, die zwar grundsätzlich bereit sein sollen, sich Optionen auf Ausbeutung des Erzvorkommens zusichern, andererseits aber auch genau wissen, daß durch ein Verzögern der Verhandlungen die noch vorhandenen Mittel der Liac langsam aufgezehrt werden. Zudem sieht wegen der weltweiten Stahlkrise im Augenblick keine Stahlgruppe einen Grund, schnelle Entscheidungen zu treffen. In der nächsten Woche soll eine Sitzung der Liac-Direktoren in Düsseldorf stattfinden, auf der auch die personelle Situation geklärt werden muß. Denn nach der letzten Versammlung der Liac-Aktionäre in Düsseldorf ist unklar; ob Hans-J. Wiethoff, Anlageberater, noch als Liac-Chairman im Amt ist oder nicht.

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