Der Flick-Konzern wird eine Kommanditgesellschaft auf Aktien.

In der Friedrich Flick Industrieverwaltung KGaA, Düsseldorf, werden die Aktivitäten des Konzerns künftig zusammengefaßt sein. In ihrer Bilanz per 31. Dezember 1977 wird sie ein Grundkapital von 700 Millionen Mark sowie Rücklagen von 211 Millionen ausweisen. Die Aktien sind sämtlich im Besitz der Kommanditaktionärin Friedrich Flick KG. Die Geschäftsführung der KGaA besteht aus Friedrich Karl Flick (Vorsitzender), Eberhard von Brauchitsch, Guenther Max Paefgen und Hanns Amt Vogels als persönlich haftende Gesellschafter, sowie aus Rudolf Diehl, Harald J. Schroeder, Adolf Thomae, Fritz Wacker und Fritz Welz. Vorsitzender des Aufsichtsrates ist Reinhold Kreile.

Von den Unternehmen der Gruppe Flick wurde in den ersten neun Monaten 1977 ein Umsatz von 4,9 Milliarden Mark erzielt, zehn Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Aktionäre der Akzo in Arnheim/Nieder-Sande müssen Hoffnungen auf einen Gewinnabschluß für 1977 begraben.

Auf einer Pressekonferenz räumte Vorstandsmitglied H. J. Kruisinga ein, daß die bisherigen Prognosen über das diesjährige Geschäftsergebnis zu optimistisch waren. Wichtige Ursachen für die enttäuschende Entwicklung sind die im Bereich der Textilfasern erlittenen Verluste sowie die durch Wechselkursveränderungen entstandenen Einbußen. Diese stellten sich in den ersten neun Monaten dieses Jahres allein auf rund 30 Millionen Gulden. Der Gesamtverlust der Akzo belief sich in der gleichen Zeit auf 52,1 Millionen, während in der Vergleichsperiode des Vorjahres noch ein kleiner Gewinn von 0,9 Millionen verzeichnet worden war. Der erschreckende Ertragsschwund spiegelt sich im Börsenkurs der Akzo-Aktie deutlich wider. Zu Beginn dieser Woche erreichte er mit 21,70 Mark einen historischen Tiefstand. Durch die schlechte Geschäftssituation werden weitere Entlassungen im Akzo-Bereich notwendig. Bisher hat sich in diesem Jahr die Mitarbeiterzahl um 4000 verringert.

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Der MAN-Vorstand sagt auch für 1977/78 wieder einen befriedigenden Abschluß zu.

Für 1976/77 (30. 6.) erhalten die Aktionäre eine Barausschüttung von sechs Mark, dazu kommt noch eine Steuergutschrift von 3,37 Mark, so daß sich die Gesamtausschüttung auf 9,37 Mark stellen wird gegenüber sieben Mark im Jahr zuvor. Der MAN-Gewinn ist von 55,1 auf 60,1 Millionen Mark gestiegen, den Rücklagen werden diesmal 25,5 (20) Millionen zugeführt. Im laufenden Geschäftsjahr hat die Nachfrage nachgelassen, der Auftragseingang war bisher rückläufig. Vorerst sorgt jedoch der noch vorhandene hohe Auftragsbestand für eine ausreichende Beschäftigung.

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Bei Hochtief sind für mehr als eine Milliarde Mark Inlandsaufträge blockiert.

In den ersten neun Monaten hat die Hochtief AG für Hoch- und Tiefbauten, Essen, die Bauleistung um 31 Prozent auf 2,5 Milliarden Mark gesteigert. Dieses Wachstum wurde vor allem im Ausland erzielt. In der Bundesrepublik sieht sich Hochtief gesperrten Inlandsaufträgen für kerntechnische Anlagen im Wert von mehr als eine Milliarde gegenüber. Obwohl sich das Ergebnis der Gesellschaft gegenüber dem Vorjahr gebessert hat, vermeidet der Vorstand eine Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 1977.

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Generös in ihrer Ausschüttungspolitik zeigt sich die Kleinwanzlebener Saatzucht AG, Einbeck/Niedersachsen.

Das in seiner Branche führende Unternehmen erhöht die Dividende für 1976/77 (30. 6.) von 7,50 auf acht Mark. Dazu kommt dann noch eine Steuergutschrift von 4,50 Mark, so daß die Aktionäre diesmal 12,50 Mark bekommen. Der Umsatz wurde im Berichtsjahr um 24 Prozent auf 121 Millionen Mark ausgeweitet, was in erster Linie auf das gute Zuckerrübensamen- und Maisgeschäft zurückgeführt wird.

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Mit Investitionen von fast drei Milliarden Mark in den nächsten fünf Jahren will BMW sich einen elastischeren Kapazitätsanzug schneidern.

Zwar ist der größere Teil, wie Vorstandsvorsitzender Eberhard von Kuenheim versicherte, für die fortwährende Modernisierung der Anlagen bestimmt. Doch stellen sich auch die Bayerischen Motorenwerke in München darauf ein, daß die Kunden künftig nicht mehr allzu lange – Lieferzeiten hinnehmen werden, so daß die Lieferbereitschaft zu einem Vorteil im Wettbewerb werden kann.