Als Touristen zeigen die Bundestagsabgeordneten Profil. Vom Darmstädter Jaeger Verlag zur demoskopischen Reihenuntersuchung gebeten, stellte sich ein gutes Viertel dem Fragebogen test. Fernwehdiagnose: 94prozentiges :Reisefieber quer durch die Fraktionen. Reiseland Deutschland ist mit mageren 24 Prozent zwar gerade noch favorisiertes Zielgebiet (vor Österreich, Italien und Frankreich) —: aber bei den MdBs ist weniger "Heimattreue" vorhanden, als im Bundesdurchschnitt (50 Prozent). F. J. Strauß suchte Rat im Reisebüro, fuhr im August mit Motorcamper und Familie durch Kanada und gab dem Verlauf seiner Reise die Note "drei". Damit gehört er zur kleinen Gruppe derer, die in punkto "Zufriedenheit" ein Jiaar in der Urlaubssuppe fanden. Denn zufrieden waren sie fast alle mit dem Urlaubsverlauf, die Abgeordneten. Auch jene, die eine Pauschalreise buchten.

Von den Parlamentariern, die mit einem Veranstalter in den Charterjet kletterten, votierten, aufgefordert mit Zensuren "wie in der Schule" zu urteilen, 26 25 Prozent mit "sehr gut", 51 25 Prozent mit "gut" und 21 25 Prozent mit "befriedigend" "Sitzenbleiber" gab es bei den Veranstaltern nicht. Dies ist erstaunlich, denn Abgeordnete, verwöhnt und bevorzugt behandelt, wo immer sie auftreten, legen als touristische Normalverbraucher vermutlich die Bewertungselle überdurchschnittlich hoch an. Wie, fragt man sich, wollen sie bei solchem Applaus für die Veranstalter noch die Notwendigkeit eines Veranstaltefgesetzes vertreten, wenn dies wieder einmal in die legislative Entscheidungsmühle gerat?

glaubt": Die Parlamentarier, freifahrtberechtigt auf allen deutschen Bahngleisen, bevorzugen das Auto als Vehikel ins Urlaubsparadies. Nicht TEE und auch nicht City Jet hatten eine Chance gegen die Blechkarosse, die offensichtlich auch den Volksvertretern noch den Glauben an individuelle Fortbewegung erhält — und wenns auf der Autobahn auch noch so schleicht und kracht. Apropos kracht: Mit der Sicherheit nehmen es die Ab~ geordneten genauer als der ÄDACDurchschnitt, mehr als 70 Prozent legen den Gurt grundsätzlich an - Meinung gebeten, weil die Konjunktur ja auch Ferienwegweiser aufstellt — überwiegt der Pessimismus: 42 Prozent meinen, es ginge bergab, 36 Prozent schätzen, es werde so bleiben. Womit die Zahl der Aufwärts Optimisten sehr klein ist.

auch Politiker so ihre Erfahrungen. Sie setzten dieses Reiseland auf den Spitzenplan der "unsicheren Staaten", hchm Noch etwas geriet "anders als man Als "Wirtschaftspropheten" um ihre Und schließlich: Mit Italien haben