Technik hat, wie sollte es anders sein, immer schon die Jungen fasziniert. War es vor einer Generation der Stabilbaukasten, mit dem Geräte des täglichen Arbeitslebens wie Kräne und Wagen, nachgebildet wurden, so muß heute des modul-genormte Plastikbauteil die konstruierbare Realität darstellen. In jüngster Zeit sind einige Bilder-Bücher auf den Markt gekommen, die helfen sollen, auch die Theorie der Technik, das Innenleben der Industrieprodukte wenigstens ein bißchen zu begreifen. Einige der besten bietet die Serie "Ich erforsche die Welt" mit den ersten Bänden

"Elektrizität" / "Jets" / "Raumfahrt"; Verlag Bertelsmann, München; je 32 S., je 9,80 DM.

"Alles Wissenswerte" soll da verzeichnet sein über Elektrotechnik, Düsenflugzeuge und den Weltraum – "alles" ist zweifellos ein bißchen bombastisch formuliert, aber wenig ist es nicht. Ein paar Photos nur, das meiste ist gezeichnet, vereinfacht dadurch und auf das Wesentliche konzentriert, mit kleineren, aber durchaus hinreichenden Erläuterungen versehen, manchmal sogar zurückgeschraubt auf das schlichte Raffinement von Comics. Dazu gibt es stets eine Reihe sozusagen grundlegender Versuche, die mit geringsten Mitteln durchzuführen sind, wie etwa die Konstruktion eines Elektromotors mit Hilfe von Omas Wollknäuel. Das hat Pfiff wie Niveau: eine Einführung für interessierte Anfänger.

Ebenfalls für Beginner, junge und ältere, ist ein Naturkunde-Sach-Bilderbuch gedacht:

Alexander Spoerl: "Das neue Angelbuch"; Albert Müller Verlag, Rüschlikon/Stuttgart/Wien; 207 S., 39,80 DM.

Fischen sollte kein Hobby sein, sondern eine Leidenschaft, meint der Autor (der schon über sehr viele unterschiedliche Hobbys schrieb), und sein Buch ist zunächst der Versuch, das alte Vorurteil vom Fischer als einem Menschen, der an einer Leine einen Wurm badet, zu beseitiget. Nichtangler wie Nachwuchs-Fischer erhalten vor allem einen guten Überblick über die Vielfalt dieser Leidenschaft-Beschäftigung: über die verschiedenen Arten, Fischen nachzustellen und sie zu fangen (oder auch nicht); über die Familien der Weiß- und der Raubfische", über die notwendigen Geräte (wobei man über Spoerls Auswahl-Vorschlag geteilter Meinung sein kann); auch, und das berührt besonders sympathisch, über die schlechten Erfahrungen, die man mit Wetter und Wasser machen kann. Leute, die es hinter sich haben, meinen: Wer das in diesem Buch Dargestellte weiß, kann bei der Sportfischer-Prüfung eigentlich kaum durchfallen.