Für Rundfunk und Fernsehen sind die Länder zuständig. So haben die meisten Länder eine eigene Rundfunk/Fernseh-Anstalt. Seit sich Baden und Württemberg zusammenschlossen, hat das Land zwei Anstalten: den Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart und den Südwestfunk in Baden-Baden. Die Länder Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg haben sich dem Staatsvertrag vom 16. Februar 1955 zum Betrieb eines gemeinsamen Senders zusammengeschlossen. Diese neun Sender begründeten die Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland (ARD). Nur zwischen 18 und 20 Uhr und im jeweiligen "Dritten Programm" machen die Sender eigene Programme. Die übrige Sendezeit haben die Sender unter sich – zum "Ersten Programm" – aufgeteilt, nach der Zahl der in ihrem Sendegebiet lebenden Zuschauer.