Seit es sie gibt, die Skiabfahrer, die da leicht und schnell und sportlich die Berge runtersausen, gibt es auch den Skifahrer-Urwunsch: genauso leicht und schnell und sportlich die Berge rauf zu sausen, also nicht im mühsamen Gräten-, Treppen- oder Stampfschritt, auch nicht (nach langem Schlangestehen) auf langweiligen Liftspuren. Ein Chemiker aus Freiburg, Dieter Strasilla, fand jetzt ein wahres Skiei des Columbus. Ein besonderes Windei nämlich: Man segelt hoch, und zwar mit einem speziell entwickelten Fallschirm, der Skifahrer schon bei schwachem Wind in schnelle Aufwärtsbewegung versetzt. Strasilla, der mit seinem Schirm inzwischen etliche berühmte Abfahrten hinaufgefahren ist, zum Beispiel den 20 Kilometer langen Aletschgletscher hinauf zum Jungfrauenjoch, ist jüngst auf den Cilometro Lanciato am Plateau Rosa bei Zermatt die 33 Grad geneigte Steilflanke, auf der die’Weltelite mit 190 Stundenkilometern herunterrast, in drei Minuten hochgeschossen. Im Sommer braucht ein Bergsteiger hierfür eine Stunde.

Eine holländische Firma wird die Skisegel Ende dieses Jahres auf den Markt bringen. Das ganze Paket heißt Uphill Racer und soll etwas über 2000 Mark kosten.