Die MAN Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg AG, Augsburg, legt den besten Abschluß seit vielen Jahren vor.

Dank günstiger Umstände, so einer gehäuften Abrechnung mehrerer Großaufträge, hat die MAN ihr Ergebnis 1976/77 (30. 6.) wesentlich verbessert. Vorstandsvorsitzender Hans Moll möchte dies als "Zufallstreffer" gewertet wissen. Obwohl die Töchter diesmal nur elf (nach 67) Millionen Mark beisteuern, ist der Überschuß auf 60 (55) Millionen Mark gewachsen. Der Gewinnbeitrag des Stammhauses hat sprunghaft angezogen. Der Konzernumsatz wurde um sechs Prozent auf 6,3 Milliarden Mark ausgeweitet. Die Aktionäre erhalten zwar eine geringe Barausschüttung von zwölf (14) Prozent, mit Steuergutschrift kommen sie aber auf 9,37 Mark je 50-DM-Aktie.

Der Isar-Amperwerke AG, München, geht es so gut, daß ihr keine höheren Strompreise genehmigt werden.

Unter Hinweis auf die exzellente Ertragslage hat das bayerische Wirtschaftsministerium einen entsprechenden Antrag als "aussichtslos" bezeichnet. Dabei spielt eine Rolle, daß Isar-Amper durch das neue Kernkraftwerk Isar (50 Prozent Beteiligung) in Ohu schon im neuen Geschäftsjahr 21 Millionen Mark und bei Vollastbetrieb 70 bis 80 Millionen Mark jährlich spart. 1976/77 (30. 6.) ging trotz acht Prozent Umsatzplus und gestiegener außerordentlicher Erträge der Überschuß auf 44,5 (56) Millionen Mark zurück, und das Ergebnis je 50-Mark-Aktie verminderte sich auf 11,35 (17,60) Mark, vor allem wegen der erstmaligen Abschreibung auf Ohu. Wenn die Aktionäre diesmal nur eine Bardividende von 13 (nach 15) Prozent erhalten, brauchen sie nicht zu klagen: Denn in 16 Jahren haben sie viermal von Kapitalerhöhungen aus Gesellschaftsmitteln profitieren können.

Die RWE-Hauptversammlung soll eine Kapitalerhöhung im Verhältnis 5:1 zum Ausgabekurs von 90 Mark für die jungen Aktien beschließen.

In Börsenkreisen erwartet man keine Schwierigkeiten bei der Unterbringung der jungen Aktien, weil angeblich die kommunalen Aktionäre bereit sein sollen, die auf ihren Anteil entfallenden Papiere zu übernehmen. Erleichtert wird ihnen dies durch den vergleichsweise niedrigen Ausgabenpreis, der auch eine Kreditfinanzierung des Neuengagements ermöglicht. Für 1976/77 (30. 6.) schüttet RWE eine von 8,50 auf acht Mark reduzierte Bardividende aus. Private Aktionäre erhalten dazu eine Steuergutschrift von 4,50 Mark. Der rechnerische Wert des Bezugsrechtes beträgt für die Stammaktien etwa 15 Mark. Ex Dividende und ex Bezugsrecht würde sich ein Kurs von 170 Mark ergeben. Bei Beibehaltung einer Gesamtausschüttung von 12,50 Mark errechnet sich demnach bei den RWE-Aktien eine Rendite von 7,3 Prozent.

An zwei Fronten gleichzeitig kämpft die Veba um ihre Zukunft: durch den Einstieg in die Rohölförderung und durch die Erweiterung des Chemiebereichs.