Die Sparkassen stellen sich darauf ein, den Zins für Spareinlagen mit täglicher Kündigung (Spareckzins) spätestens am 1. Februar von 3 auf 2,5 Prozent zu senken. Das übrige Kreditgewerbe wird folgen – bis auf Spezialinstitute, die auch weiterhin höhere Zinsen bieten werden. Noch in diesem Monat ist mit einer neuen Bundesschatzbrief-Emission zu rechnen, deren Konditionen auf die veränderte Zinslage Rücksicht nehmen werden. Der Verkauf der Bundesschatzbriefe, Ausgabe 1977/7 und 1977/8, ist inzwischen offiziell eingestellt. Gelegentlich sind bei Kreditinstituten noch Restbestände zu erhalten. Die Silvester-Anleihe findet flotten Absatz, obwohl die 5 1/2prozentige Tranche mit Laufzeit über sechs Jahre nur eine Rendite von 5 1/2 Prozent und bei der sechsprozentigen Tranche (Laufzeit zehn Jahre) bei einem Ausgabekurs von 99 3/4 eine Rendite von 6,03 Prozent bringt. An der Börse werden beide Ausgaben bereits über Emissionskursen gehandelt.

Wettbewerb mit Rechtsschutz

Der Markt der Rechtsschutzversicherungen ist hart umkämpft. Die bei einigen Versicherern in letzter Zeit vorgenommenen Prämienerhöhungen haben offensichtlich Raum für Neugründungen geschaffen. Dazu gehört auch die Hannover Rechtschutz Versicherungs-AG, eine Gemeinschaftsgründung des Haftpflichtverbandes der Deutschen Industrie und der Hannoverschen Lebensversicherung. Die neue Versicherung sieht eine satzungsgemäße Beitragsrückvergütung vor.

Wann Arbeitslosen-Altersruhegeld?

Bei längerer Arbeitslosigkeit kann ein "vorgezogenes" Altersruhegeld aus der Rentenversicherung beantragt werden. Der Antragsteller (oder die Antragstellerin) muß das 60. Lebensjahr vollendet und die Wartezeit von 180 Kalendermonaten Versicherungszeit erfüllt haben und innerhalb der letzten 1 1/2 Jahre mindestens 52 Wochen arbeitslos gewesen sowie bei Vollendung des 60. Lebensjahres bzw. bei einer späteren Antragstellung noch arbeitslos sein. Empfänger dieser Rentenart können bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres nur in begrenztem Umfang beschäftigt sein. Sie sind an die Einhaltung bestimmter Verdienst- bzw. Zeitgrenzen gebunden.

Ohne eigene Beitragszahlung

Alle Arbeitnehmer, insbesondere Auszubildende und Praktikanten, die ab 1. Januar 1978 monatlich bis zu 370 Mark verdienen, brauchen selbst keine Beiträge zur Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung zu zahlen. In diesen Fällen sind die Beiträge von den Arbeitgebern allein aufzubringen. Da bis zum Dezember 1977 eine entsprechende Regelung nur für Einkommen bis 340 Mark galt, kann das für die Betroffenen – so die Hamburg-Münchener Ersatzkasse – eine indirekte Einkommenserhöhung unter Umständen bis zu 60 Mark bedeuten.