Bonn – offene Stadt?

Noch weiß niemand, welchen Zulauf im nächsten Jahr die Bundesgartenschau in Bonn haben wird. Aber alle Erfahrungen mit ihren Vorgängerinnen in anderen Orten sprechen dafür, daß der Besucherstrom von Tag zu Tag und zumal an Wochenenden Zehntausende zählt. Was geschieht, wenn auch nur ein Teil davon, weil eben gerade in Bonn, in das unmittelbar benachbarte Parlaments- und Regierungsviertel vorrückt – zusätzlich zu den von Abgeordneten und anderen Politikern schon immer eingeladenen Besuchergruppen, die dieses Viertel ohnehin heuschreckenartig überfallen? Darüber beginnen sich allmählich die Sicherheitsinstanzen Gedanken zu machen. Die Gartenschau-Stadt Bonn steht den Gartenfreunden offen. Inwieweit sich ihnen aber die Bundeshauptstadt öffnen wird, das ist noch offen.

Schwarze Apartheid

Wie die Inder aus leidvoller Erfahrung wissen, haben sie sich vor allem als geschäftstüchtige Kaufleute in Afrika nicht sehr beliebt gemacht. Nicht nur in Idi Amins Uganda, sondern auch in Tansania und selbst in solchen "gemäßigten" Staaten wie Kenia stießen sie auf Ablehnung. Zu Apartheidsmaßnahmen aber hat sich bisher noch kein schwarzafrikanischer Staat entschlossen. Malawi hat jetzt den Anfang gemacht. Seit Monatsbeginn müssen alle Inder, die auf dem flachen Lande leben, sich in einer der drei großen Städte des Landes niederlassen: In Blantyre,

Zomba oder in Lilongwe. "Kein Wunder", ereifert sich der in Tansania im Exil lebende Oppositionspolitiker Ortin Chirwa, "Staatschef Banda handelt auf Anordnung der Buren, die Malawis Wirtschaft und Regierung beherrsehen."

Vor dreißig Jahren: Unteilbare Freiheit