Die Geschichte der Magritte Rezeption ist noch nicht geschrieben. Länger als wohl irgendein anderer der Großen unseres Jahrhunderts ist Magritte von den Autoritäten ignoriert worden. Bis in die späten fünfziger Jahre rief sein Werk bei den Auguren nur ein amüsiertes Lächeln hervor. In vermeintlicher Progressivität an die Ideale der Ecole de Paris oder — bestenfalls — an die Ästhetik des Action Painting fixiert, schienen ihnen die Surrealisten insgesamt und die "illusionistischen" ganz besonders passe.

Jahrzehnte hindurch — und das heißt: in den für seine Arbeit entscheidenden Jahrzehnten — war die Wertschätzung Magrittes Sache einer kleinen verschworenen Gemeinde, die drei Stützpunkte besaß: einmal die Enklave der Surrealisten in Paris, dann den Freundeszirkel von Brüssel, wo er betnahe sein ganzes Leben zurückgezogen eine bürgerliche Existenz geführt hat, schließlich New York, wo einige wache Geister wie Alfred Barr oder James Soby schon früh auf ihn aufmerksam wurden.

Sein (Durchbrach zur Weltgeltung, der sich Mitte der sechziger Jahre fast schlagartig vollzog, ist dann weniger einer Entscheidung der Kritik oder dem Einsatz der Museen zu danken als vielmehr der Wirkung Magrittes auf eine Generation junger Künstler, die sich in steigendem Maße auf ihn (wie auf Marcel Duchamp) berief. Von der Pop Art bis zur Concept Art gibt es wohl kaum eine künstlerische Bewegung, die nicht aus seinem Werk entscheidende Impulse bezogen hätte. Magritte selbst hat freilich von den Qualitäten eines Johns oder Rauschenberg sowenig Notiz genommen wie ehedem de Chirico von den seinen.

Parallel zur Rezeption durch die Künstler machten dann in den sechziger Jahren zunächst zögernd, später in immer hektischerer Folge Museums Retrospektiven seinen Namen einem größeren Publikum bekannt, wobei auch hier Amerika mit umfassenden Wanderausstellungen voranging. Blieb zu dieser Zeit die kritische Auseinandersetzung mit Intentionen und Ideen seines Werkes fast ausschließlich auf Ausstellungskataloge und einige wenige, Zeitschriftenaufsätze beschränkt, so sehen wir uns in den siebziger Jahren plötzlich einer kaum überblickbaren Fülle engagierter Untersuchungen und intelligenter Analysen gegenüber. Neben den großen Essays von Henri Michäux, Michel Foucault und Alain Robbe Grillett verdienen p>r al]gi die mono ; graphischen Studien von Suzi G&fik, Philippe Robert Jones und Jose" Voyelle Sowie die. Publikation des sensationellen phetographischen Oeuvres von Magritte Erwähnungi In die deutsche Magritte Rezeption hat sich der DuMont Buchverlag seit;Anfang der siebziger Jahre mit überlegter Strategie eingeschaltet. Auf das von Uwe M. Schneede bearbeitete Taschenbuch, eine ebenso übersichtliche wie konzise Einführung, folgte ein Band in der "Bibliothek Großer Maler" mit kenntnisreichen Kommentaren von A. M. Hammacher. Jetzt legt DuMont ein opulentes Album vor — Harry Torczyner, ein New Yorker Anwalt und Sammler, der aus Belgien stammt, gehörte im letzten Lebensjahrzehnt Magrittes 1957 bis 1967 zu seinen vertrautesten Freunden. Sein Buch stellt sich als eine umfassende Kompilation der Gedanken Magrittes in Bild und Wort, in Skizzen, Entwürfen und Variationen einerseits wie; ia dazu passenden ausgesuchten Textstellen" aus Briefen, Aufsatz- udRedemanuskripten anderseits, dar Torczyner gruppier in groBem Rahmen die Bildmotive eher asgäziaitiv gefühlsmäßig und kpnfrontiert sie? nift Magrittes eigenen- Kommenttaren, die sie wpti; Reflektieren, aber nicht er£klär en: Das Ergebnis ist ein, Kunstwerk, für sich, dessen Fülle ebenso? fasziniert, wie seine Ordnung 5 verwirrt. Je, mehr wir yqft, den GeBeimnissen Magrittes erfahren, desto, stärker geraten wir in ihren Bann , "Gebe der Himmel, daß der. Leser; 4urch diese Söijten findet, ohne;; den Wegs zu, verlieren", "

"schier unmöglich, Ha- fllcht ( vorn techfeti Wege fet>zukommen, zu groß ist imi Ur wald;<lagrittjes foritation durch rfsiiche und buchstabierte, Hergegebene nd jsiisgji jg; s£tg und labloniefte, gedachte und gespiegejle Bäij i£ch Bäume als VprhängeujjÖ ,Blätter" Jäume. Hier, den Wald vor iäute ii up3ien nicK| njehr zu sehen und den Weg voi < lau e%ÄbzweguMgen zu verlieren —; und iniiiS: Meder zu sÄhen und ri eu zu entdecken — Anlacht gerade den Reiz der Welt Mägrittes wie der Pijblikation ;;) säbc jsind äuftSeite] , "teliüfsamreln. Etwa, diese?

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