Wenige Wochen nach der Niederlage der somalischen Truppen in der äthiopischen Provinz Ogaden scheiterte am vergangenen Sonntag ein Putsch rebellierender Offiziere gegen den somalischen Präsidenten Siad Barre. Nach Meldungen des staatlichen Rundfunksenders "Radio Mogadischu" befanden sich am Montag alle Führer des Aufstands in Haft. Die Situation im Land sei völlig normal.

Unklar ist jedoch bislang, wie viele Offiziere sich mit ihren Einheiten an dem Umsturzversuch beteiligten und welche politische Absicht sie verfolgten. Während "Radio Mogadischu" eine "linksgerichtete Gruppe" für die Rebellion verantwortlich machte, die sich für eine erneute Anlehnung Somalias an die UdSSR ausgesprochen habe, melden kenianische und sudanesische Zeitungen Säuberungsaktionen in der Armee und die Erschießung von 80 Offizieren, die Barre Feigheit vorgeworfen hätten.