Balneologie: Wörtlich Behandlung mit Bädern. Doch versteht man darunter all das, was auf den Kurgast am Badeort zukommt, also auch Trinkkuren, Packungen, Massagen, Inhalation nen, sogar Diätbehandlungen und Bewegungstherapie.

Bewegungstherapie: Systematisches Körpertraining, um die Leistung des Herzens, die Fähigkeit des Sauerstoffumsatzes, Abhärtung und Kälteanpassungsfähigkeit zu steigern, das Allgemeinbefinden zu stärken und den Stoffwechsel zu verbessern.

Hydrotherapie: Hauptbestandteil der Heilbadekur, umfaßt alle Behandlungen mit Wasser. Also etwa Bäder, Güsse, Duschen, Packungen, Wickel, Abreibungen, Unterwasserstrahlbehandlungen, Bewegungen im Warmwasserbad. Der Wasserdruck und die Kälte- und Wärmeeinwirkung sollen zu wechselnden Spannungen im Blutkreislauf und im Nervensystem, zu Gefäßverengungen und -erweiterungen, verändertem Blutdruck führen.

Inhalation: Einatmen von Heilwasser, das zu feinstem Nebel versprüht, wird. Die Bestandteile des Nebels, Mineralien oder Medikamente, sollen auf die Atemwege von Mund, Nase und Bronchien oder auf die Augen wirken.

Kurkrise: Die Wirkungen der Hydrotherapie erzeugen nach wenigen Tagen Verschiebungen des vegetativen Gleichgewichts. Nach etwa einer Woche Kur ist das Allgemeinbefinden häufig beeinträchtigt; örtliche Krankheitserscheinung gen können sich verschlimmern. Umstellung und Anpassungsprobleme am Kurort können die Kurkrise noch verstärken. Dieser Zustand klingt erst nach etwa drei Wochen ab, das Gleichgewicht der Körperfunktionen und örtliche Reaktionen normalisieren sich. Die Kurkrise wurde früher für wünschenswert gehalten, wird heute jedoch durch sorgsame Dosierung der Kuranwendungen teilweise vermieden oder gemildert.

Mineralwasser: Natürliche Quelle oder erbohrtes Wasser, mit gelösten Mineralstoffen. Zur Anerkennung als Mineralwasser sind mindestens 1 g Mineralstoffe je kg Wasser erforderlich.

Peloide: Feinkörnige, feste Substanzen, die als Packungen oder Bäder (Moor-, Schlamm- oder Schlickbäder) angewendet werden.