Hans Friderichs, Mitglied des Vorstands und designierter Vorstandssprecher der Dresdner Bank, wird sein Zehner-Paket an Aufsichtsratssitzen schneller beisammen haben, als manche Beobachter anfangs glaubten. Am 8. Mai wird er in den Aufsichtsrat der Metallgesellschaft gewählt. Das ist schon das dritte Aufsichtsratsmandat, das ihm aus dem Ponto-Nachlaß zufiel. Die beiden anderen sind Sitze im Aufsichtsrat der Fried. Krupp GmbH und der Allianz Versicherungs AG.

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Bonns frischgebackener Finanzminister Hans Matthöfer tritt in immer mehr Fußstapfen seines Vorgängers Hans Apel. Auf Beschluß des Kabinetts übernimmt er nun auch den Verwaltungsratsvorsitz bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Dort erwartet ihn nichts weniger als ein Routine-Job. Auf diesem Stuhl sitzt er mitten im Ressort-Gerangel um eine Flurbereinigung unter den fünf Banken des Bundes. Ein Schritt ist zwar unterdessen getan: Die Deutsche Pfandbriefanstalt und die Deutsche Bau- und Bodenbank werden fusionieren.

Strittig aber wird die Sache, wenn Matthöfer Hans Apels Wunsch nach einer Kooperation der Deutschen Siedlungs- und Landesrentenbank mit der Lastenausgleichsbank weiterverfolgt. Büker haben sich die politisch verantwortlichen Minister Josef Ertl, Landwirtschaft, und Werner Maihofer, Inneres, dagegen gesträubt. Beide fürchten um ihren Einfluß, tun sie auch nur einen ersten Schritt aus dem gewohnten Trott.

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Es gibt ihn zwar auch beim Leverkusener Bayer-Konzern, den Stellvertreter des Vorstandschefs. Offiziell bekannt aber wird – anders als bei den Konkurrenten BASF und Hoechst – seine Identität erst dann, wenn er in den Ruhestand tritt oder wenn der Zufall im Spiel ist.