Schon sechsmal hintereinander blieben die Aktionäre der Hannoverschen Continental Gummi-Werke AG ohne Dividende. Auch in diesem Jahr werden sie leer ausgehen.

Wenn sich auch das Betriebsergebnis des Unternehmens von sechs auf fünfzehn Millionen Mark verbessert hat, wenn auch seine Struktur immer gesünder wird, wenn auch die positive Entwicklung in diesem Jahr weiter anhält: Conti-Chef Carl H. Hahn bezeichnet alle Hoffnungen auf eine Dividendenzahlung auch für 1978 schlicht als "unbegründet". Eine Gewinnausschüttung aus der Substanz wäre nach Hahn für den Aktionär "so etwas wie ein Scheingewinn".

Das herausragende Ereignis des Geschäftsjahres 1977 (der AG-Umsatz stieg von 5,6 Prozent auf 1,5 Milliarden Mark, Reifenanteil sechzig Prozent) war die Rückkehr des Pkw-Reifengeschäfts in die Gewinnzone. Ein "Markstein" gewiß. Das Ziel für 1978: Umsatzwachstum wie im Vorjahr, Ertragsaufbesserung noch deutlicher.

Ohne Abstriche zufrieden ist die Bayerische Hypotheken- und Wechselbank mit dem Ergebnis 1977.

Anschließend haben die Erträge weithin mit dem Wachstum der Bilanzsumme um gut 17 (12) Prozent auf 39,7 Milliarden Mark Schritt gehalten. Leider zeigte sich der Vorstand vor der Presse nicht sehr publizitätsfreudig. Wesentliche Ertragszahlen wurden nicht genannt. Man begnügte sich mit der Bemerkung, daß man die Risikovorsorge erneut verstärkt und den Steueraufwand dadurch gedrückt habe. Dennoch schnellten Steuern auf über 70 (28) Millionen Mark hoch, wobei allerdings die "kleinere Hälfte" des Zuwachses der Ertragsverbesserung zuzuschreiben war. Bei, einem effektiven Gewinn, der bestimmt mehr als die Hälfte des Aktienkapitals ausmacht, gab es natürlich keinen Zwang zur Kürzung der Dividende von 20 auf 18 Prozent. Der Hauptversammlung am 24. Mai wird ein neues genehmigtes Kapital von 100 Millionen Mark vorgeschlagen. Ende des Jahres war das Kapital von 300 auf 360 Millionen Mark aufgestockt worden.

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Die Bayerische Handelsbank, München, gehört zu den ertragsstärksten deutschen Hypothekenbanken.